38.000 Unterschriften gegen neue ICE-Strecken: Bürger fordern Bahn-Revolution
Julian Klingelhöfer38.000 Unterschriften gegen neue ICE-Strecken: Bürger fordern Bahn-Revolution
Eine Petition, die eine Überarbeitung des deutschen Fahrplans im Schienenverkehr fordert, hat breite Unterstützung erhalten. Zehntausende haben die Initiative unterzeichnet, die sich gegen den Bau neuer Hochgeschwindigkeitsstrecken ausspricht und stattdessen alternative Lösungen befürwortet. Die Kampagne wurde von lokalen Gruppen in Ostwestfalen organisiert, darunter die Bürgerinitiative Widuland, der Westfälisch-Lippische Landwirtschaftsverband und verschiedene Frauenverbände.
Die unter dem Titel „Deutschlands Fahrplan überdenken“ veröffentlichte Petition sammelte über 31.000 Unterschriften auf Papier und 6.600 online. Insgesamt unterstützen damit fast 38.000 Menschen bundesweit die Forderung nach einer Neuausrichtung der Bahnplanung. Die Initiatoren plädieren dafür, das bestehende Schienennetz auszubauen, anstatt neue Hochgeschwindigkeitsstrecken zu bauen – mit Verweis auf Klimavorteile und geringere Kosten.
Die Deutsche Bahn hatte zwölf mögliche Trassenkorridore für eine neue Strecke zwischen Hannover und Bielefeld vorgeschlagen. Diese sollte zusätzliche Gleise erhalten und Züge mit Geschwindigkeiten von bis zu 300 km/h ermöglichen. Dadurch würde sich die Reisezeit zwischen den beiden Städten von 48 auf 31 Minuten verkürzen.
Die Petition macht deutlich, wie groß der öffentliche Widerstand gegen die aktuellen Ausbaubestrebungen der Bahn ist. Sie fordert die Verantwortlichen auf, von neuen Hochgeschwindigkeitsprojekten Abstand zu nehmen und stattdessen die Modernisierung bestehender Strecken in Betracht zu ziehen. Die hohe Zahl der Unterschriften unterstreicht die erhebliche Ablehnung der geplanten Vorhaben.






