05 May 2026, 12:20

A59-Ausbau in Duisburg-Meiderich: Proteste gegen die 46 Meter breite Autobahntrasse

Ein Auto fährt auf einer Straße mit einer Person, die auf dem benachbarten Gehweg läuft, und ein Gebäude im Hintergrund zeigt ein Schild, auf dem "Wir sind der Widerstand überall" steht.

A59-Ausbau in Duisburg-Meiderich: Proteste gegen die 46 Meter breite Autobahntrasse

Bitterer Streit um Ausbau der A59 in Duisburg-Meiderich

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Ein erbitterter Konflikt ist über die Pläne zum Ausbau der Autobahn A59 im Duisburger Stadtteil Meiderich entbrannt. Anwohner und lokale Politiker stehen der Autobahn GmbH in Fragen der Sicherheit, der Kosten und der Auswirkungen auf Wohngebiete unversöhnlich gegenüber. Während die Bauarbeiten an einer zentralen Brücke begonnen haben, werden die Proteste lauter – die Stadt hingegen setzt sich für eine alternative Tunnel-Lösung ein.

Die Auseinandersetzung spitzte sich zu, nachdem die Autobahn GmbH den Tunnelvorschlag der Stadt als zu teuer und zeitaufwendig zurückgewiesen hatte. Das Unternehmen berief sich auf eine Machbarkeitsstudie, laut der gefährliche Güter und Schwerlastverkehr nicht sicher durch den Tunnel geführt werden könnten. Zudem warnte man vor Mehrkosten von 2,3 Milliarden Euro und jahrelangen Verzögerungen.

In Meiderich gehen die Anwohner auf die Straße: Sie fürchten, dass die 46 Meter breite Autobahn zu nah an ihren Häusern vorbeiführen wird. Demonstranten argumentieren, der Ausbau bringe übermäßigen Lärm, mehr Verkehr und werde sogar stundenlang das Sonnenlicht blockieren. Die lokale Aktivistengruppe „Link“ unterstützt diese Bedenken und bezeichnet die Sicherheitsbehauptungen des Unternehmens als unbegründet. Hohe Lärmschutzwälle könnten zudem ganze Wohnhäuser den Großteil des Tages im Schatten lassen.

Trotz des Widerstands haben die Bundesbehörden mit dem Projekt begonnen und symbolträchtig den ersten Spatenstich für den Neubau einer maroden A59-Brücke gesetzt. Langfristig ist eine 6,7 Kilometer lange Erweiterung geplant – doch die Stadt droht mit einer Klage, falls keine Einigung erzielt wird. Die Autobahn GmbH verteidigt ihren Ansatz und verweist auf Lärmminderungsmaßnahmen, während sie die Tunnelvariante als undurchführbar bezeichnet.

Die Stadt bleibt hart und betont, ein Tunnel würde die Belastungen für die Anwohner deutlich verringern. Da die Autobahn GmbH jedoch keine Kompromissbereitschaft zeigt, scheint eine juristische Auseinandersetzung unvermeidbar – es sei denn, in letzter Minute kommt doch noch eine Lösung zustande.

Der Autobahnausbau spaltet Politiker, Ingenieure und Anwohner, eine Einigung ist nicht in Sicht. Sollten die Bundespläne wie vorgesehen umgesetzt werden, hat die Stadt bereits angekündigt, rechtliche Schritte einzuleiten. Die Betroffenen fordern unterdessen weiter eine Lösung, die ihr Viertel vor den schlimmsten Folgen des Projekts schützt.

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