27 April 2026, 12:28

Bayer Leverkusen und Köln streiten über trockenen Rasen nach Bundesliga-Duell

Navy-Fußballspieler in Helmen und Uniformen feiern ein Touchdown auf einem regennassen Rasenfeld, mit Zuschauern und Stadionbeleuchtung im Hintergrund.

Bayer Leverkusen und Köln streiten über trockenen Rasen nach Bundesliga-Duell

Streit um Platzverhältnisse zwischen Bayer Leverkusen und Köln nach Bundesliga-Spiel

Nach dem jüngsten Bundesliga-Duell zwischen Bayer Leverkusen und dem 1. FC Köln ist ein Streit über die Platzverhältnisse entbrannt. Das Trainerteam von Leverkusen äußerte Kritik an der ungewöhnlich trockenen Spielfläche im Kölner Stadion. Die Diskussion wirft die Frage auf, ob natürliche Bedingungen oder gezielte Platzpflege für den Zustand verantwortlich sind.

Beim Pressegespräch nach dem Spiel monierte Leverkusens Trainer Kasper Hjulmand den Zustand des Rasens. Er bezeichnete ihn als "knochentrocken" und behauptete, dies habe das Spieltempo verlangsamt. Hjulmand deutete sogar an, der Rasen könnte absichtlich vor dem Spiel bewässert und anschließend trocknen gelassen worden sein, um den Balllauf zu beeinflussen.

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Kölns Cheftrainer René Wagner konterte mit einer humorvollen Antwort: Nicht menschliches Zutun, sondern die Sonne sei schuld an der Trockenheit, scherzte er. Später wechselte er ins Englische, um die Position seines Teams zu unterstreichen, und wies jeden Vorwurf einer Manipulation des Platzes entschlossen zurück. Wagner räumte ein, dass der Kölner Rasen schnell austrockne, betonte aber, dass man dagegen kaum etwas unternehmen könne.

Die Bundesliga verzeichnet in Köln bereits seit Längerem eine Häufung trockener Plätze, was auf lokale Wetterbedingungen zurückzuführen ist. Gleichzeitig wurden Leverkusens Platzwarte in der vergangenen Saison für ihren makellosen Rasen mit dem Titel "Platz des Jahres" ausgezeichnet. Das DFL-Greenkeeping-Handbuch empfiehlt den Vereinen, die Bewässerung an Wetter und Mikroklima anzupassen – doch die natürlichen Herausforderungen in Köln bleiben ein Diskussionspunkt.

Trotz der Spekulationen räumte Hjulmand ein, dass der Platz tatsächlich trocken gewesen sei, unabhängig von der Ursache. Der Streit zeigt, wie schwierig es für die Clubs ist, unter wechselnden Bedingungen optimale Spielverhältnisse zu gewährleisten.

Die Auseinandersetzung lenkt den Blick auf die unterschiedlichen Herausforderungen bei der Platzpflege in den Stadien der Liga. Während das Kölner Klima von Natur aus zu trockenem Rasen führt, beweisen Leverkusens preisgekrönte Platzwarte, wie stark die Qualität der Spielflächen im deutschen Fußball variieren kann. Die DFL-Richtlinien bleiben zwar bestehen, doch lokale Faktoren prägen weiterhin die Bedingungen an Spieltagen.

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