Bergisch Gladbach diskutiert Demokratie und Toleranz bei WortspieGL in der Stadtbibliothek
Traude SchleichBergisch Gladbach diskutiert Demokratie und Toleranz bei WortspieGL in der Stadtbibliothek
Veranstaltung in Bergisch Gladbach: Bürger erkunden Demokratie, Toleranz und historische Lehren
Eine kürzliche Veranstaltung in Bergisch Gladbach brachte Anwohner zusammen, um sich mit Demokratie, Toleranz und den Lehren der Geschichte auseinanderzusetzen. Unter dem Titel WortspieGL organisiert, fand die Zusammenkunft in der Stadtbibliothek statt und bot Diskussionen, Lesungen und Ausstellungen, die das bürgerliche Engagement stärken sollten. Bürgermeister Marcel Kreutz eröffnete die Veranstaltung, die von der Initiative Omas gegen Rechts Bergisch Gladbach ausgerichtet wurde.
Der Abend begann mit einem Fokus auf die Schrecken des Nationalsozialismus. Die Teilnehmer hörten Rezitationen der historischen Radioansprachen von Thomas Mann, gefolgt von einer Rede der Holocaust-Überlebenden Margot Friedländer. Ihre Worte unterstrichen die Zerbrechlichkeit der Demokratie und die Notwendigkeit ständiger Wachsamkeit.
Eine Fotoausstellung hinterfragte gängige Klischees über Geflüchtete, während Schüler Podcast-Interviews präsentierten, die sie mit Vertriebenen geführt hatten. Diese persönlichen Geschichten vertieften die Diskussionen über Inklusion und Menschenrechte.
Im Mittelpunkt stand zudem das Buch Demokratie und Revolution, wobei Referenten untersuchten, wie kollektives Handeln demokratische Systeme stärkt. Eigene Werke der Gruppe Wort und Kunst wurden gezeigt, die kreative Ausdrucksformen mit politischen Themen verbanden.
Zwischen den Programmpunkten konnten Besucher Stände lokaler Organisationen erkunden. Gruppen wie die VHS Bergisch Gladbach – die Kurse zu demokratischen Werten anbietet –, das Mehrgenerationenhaus, das den Dialog zwischen den Generationen fördert, und der Stadtjugendring, der Jugendinteressen vertritt, stellten ihre Arbeit vor. Die Stadt unterstützt 22 solche Projekte, darunter ein für Juni 2026 geplantes Jugendfestival gegen Extremismus.
Der Abend endete mit einer Vorstellungsrunde, in der jede Organisation ihre Ziele skizzierte. Fragen aus dem Publikum führten zu lebhaften Debatten, die die Gespräche noch lange über das offizielle Programm hinaus verlängerten.
Die WortspieGL-Veranstaltung betonte die Bedeutung von Bildung und Dialog für den Erhalt der Demokratie. Die Teilnehmer verließen die Veranstaltung mit Materialien, Kontakten und einem klareren Bewusstsein dafür, wie sie eine offene Gesellschaft unterstützen können. Die Organisatoren planen, diese Dynamik mit künftigen Initiativen weiter auszubauen – darunter das geförderte Jugendfestival 2026.