Bergisch Gladbach will die Strunde auf dem Zanders-Gelände renaturieren – mit Bundeshilfe
Stefanie GeißlerBergisch Gladbach will die Strunde auf dem Zanders-Gelände renaturieren – mit Bundeshilfe
Bergisch Gladbach treibt Pläne zur Renaturierung der Strunde auf dem ehemaligen Zanders-Gelände voran
Der Stadtrat hat einen Antrag auf Bundesförderung im Rahmen eines Klimawandel-Anpassungsprogramms unterstützt. Bei Erfolg könnte das Projekt nicht nur die Zukunft des Gebiets prägen, sondern auch die Kosten für die lokalen Steuerzahler verringern.
Erst kürzlich beschloss der Rat, sich dem Bundesprogramm „Anpassung urbaner und ländlicher Räume an den Klimawandel“ anzuschließen. Damit ist der Weg frei für einen Förderantrag zur Wiederbelebung der Strunde, eines Flusses, der derzeit unter dem Zanders-Areal verborgen liegt. Die Stadt wird nun offiziell ihr Interesse an der Förderung bei der Bundesregierung anmelden.
Bis zu 80 Prozent der geschätzten Kosten von 5,4 Millionen Euro könnten aus Bundesmitteln stammen. Die endgültige Entscheidung trifft jedoch der Haushaltsausschuss des Bundestags, der die Anträge voraussichtlich Ende 2026 prüfen wird. Lokale Politiker werben bereits um Unterstützung.
Theresia Meinhardt, Fraktionsvorsitzende der Grünen, ist überzeugt, dass der renaturierte Fluss dem Gelände eine neue Identität verleihen wird. Klaus W. Waldschmidt, Chef der SPD-Fraktion, hat die Bergisch Gladbacher Bundestagsabgeordnete Caroline Bosbach aufgefordert, sich in Berlin für das Projekt einzusetzen. Auch Andreas Ebert, SPD-Sprecher für Stadtentwicklung, äußerte die Hoffnung, dass der Haushaltsausschuss die Mittel freigeben wird.
Das Schicksal des Vorhabens hängt nun vom Auswahlverfahren des Bundestags ab. Bei einer Bewilligung würde der Bund den Großteil der Kosten tragen, sodass die Stadt nur einen geringeren Eigenanteil stemmen müsste. Die renaturierte Strunde könnte so zum zentralen Element der Neugestaltung des Zanders-Geländes werden.






