Berliner Rockband Tulpe provoziert mit Wal-Song Sprengt den Wal
Berliner Rockband löst mit satirischem Wal-Song Debatte aus
Eine Berliner Rockband hat mit einem satirischen Lied über den im Ostsee gestrandeten Buckelwal für Aufsehen gesorgt. Der Song Sprengt den Wal von Tulpe enthält provokante Textzeilen, die im Netz sowohl Gelächter als auch Kritik auslösen. Das Tier, das von vielen "Timmy" oder "Hoffnung" getauft wurde, ist seit Wochen ein virales Thema – mit unzähligen Memes und politischen Diskussionen in den sozialen Medien.
Zu den Songtexten gehören Passagen wie "Sprengt den Wal, macht ihn einfach weg, lasst es Wal-Salami und -Schnitzel regnen" oder "Fragt doch mal Donald Trump, ob er ihn nicht einfach in die Luft jagen kann". Ein Video des Tracks auf Tulpes Instagram-Seite verzeichnet bereits rund 4,6 Millionen Aufrufe. Sänger Joachim Foerster erklärte, die Band greife in ihrer Musik häufig aktuelle Ereignisse auf – was oft starke Reaktionen hervorrufe.
Ursprünglich schrieb die Band die erste Strophe ohne große Planung. Als der Song innerhalb kurzer Zeit 1,5 Millionen Klicks erreichte, fügten sie eine zweite hinzu. Foerster räumte ein, dass Kontroversen für eine Rockband zum Geschäft gehörten. Ironischerweise sei ausgerechnet ein Wal – Symbol für den "Urzustand der Erde" – zum Gegenstand "unzähliger geschmackloser KI-generierter Songs" im Netz geworden.
Die Reaktionen auf den Track fallen gespalten aus: Manche finden die Texte urkomisch, andere halten sie für geschmacklos. Der Wal selbst war bereits mehrfach Ziel von Satire, etwa auf der Parodie-Website Whale-O-Matic, wo Nutzer ihre Haltung zu Rettungsversuchen testen können.
Der Song heizt die laufende Debatte um den gestrandeten Wal weiter an. Tulpes satirischer Ansatz spiegelt wider, wie das Schicksal des Tieres zum kulturellen Gesprächsthema wurde. Unterdessen ebben die Online-Diskussionen und Memes über den Wal nicht ab.






