Betrüger mit gefälschten Parkknöllchen: So schützen Sie sich vor der neuen Masche
Julian KlingelhöferBetrüger mit gefälschten Parkknöllchen: So schützen Sie sich vor der neuen Masche
Betrüger zielen derzeit mit gefälschten Mahnschreiben für erfundene Parkknöllchen auf Verbraucher in Deutschland ab. Die Masche läuft unter dem Namen "COEO-INKASSO GmbH" – ein Unternehmen, das in keinen offiziellen Registern eingetragen ist. Behörden warnen nun dringend vor diesen täuschenden Methoden und raten zur Vorsicht.
Die Betrugsversuche beginnen mit Schreiben, in denen angeblich offene Parkgebühren gefordert werden, oft verbunden mit der Drohung rechtlicher Schritte bei ausbleibender Zahlung. Auffällig ist, dass die Briefe Kontodaten ausländischer Banken enthalten und nicht im Rechtsdienstleistungsregister verzeichnet sind – klare Alarmsignale. Zudem missbrauchen die Betrüger die Namen seriöser Inkassofirmen wie Jedermann Inkasso GmbH oder Universal Inkasso AG, um Glaubwürdigkeit vorzutäuschen.
Verbraucherschützer in Nordrhein-Westfalen raten dringend davon ab, auf solche Schreiben zu reagieren. Man solle niemals Lastschriftmandate erteilen oder Überweisungen tätigen, ohne die Forderung vorher genauestens zu prüfen. Echte Inkassodienstleister müssen detaillierte Angaben machen, darunter den genauen Grund der Forderung, das Unternehmen und den Zeitraum, auf den sie sich bezieht.
Um der wachsenden Flut betrügerischer Mahnungen entgegenzuwirken, hat die Verbraucherzentrale Brandenburg eine "Inkasso-Schwarze Liste" veröffentlicht. Darauf stehen 146 verdächtige Firmen, vor denen Verbraucher sich in Acht nehmen sollten. Falls ein Schreiben vorgibt, von einer Kanzlei zu stammen, lässt sich dessen Seriosität über das Anwaltsverzeichnis der Bundesrechtsanwaltskammer überprüfen.
Der Anstieg gefälschter Zahlungsforderungen zeigt, wie wichtig es ist, bei unerwarteten Mahnungen besonders wachsam zu sein. Die Überprüfung der Absenderangaben und die Weigerung, ohne Bestätigung zu zahlen, sind entscheidend, um finanziellen Schaden zu vermeiden. Die Behörden beobachten die Lage weiterhin genau, da die Betrüger ihre Methoden ständig verfeinern.






