Bottrop prüft Kreuzungen: Mehr Sicherheit durch freie Sichtdreiecke
Julian KlingelhöferBottrop prüft Kreuzungen: Mehr Sicherheit durch freie Sichtdreiecke
Tiefbauamt Bottrop prüft Kreuzungen, um die Verkehrssicherheit zu erhöhen
Die Stadt Bottrop will die Sicherheit an Kreuzungen verbessern, indem sie die Sichtverhältnisse für Autofahrer optimiert. Besonders im Fokus stehen Einmündungen, an denen Büsche, Bäume oder parkende Fahrzeuge die Sicht behindern. Die Maßnahmen orientieren sich an bundesweiten Vorgaben und folgen auf einen tödlichen Unfall in Warendorf, der auf schlechte Sichtverhältnisse zurückgeführt wird.
Laut den deutschen Richtlinien für die Anlage von Stadtstraßen (RaSt 06) müssen sogenannte Sichtdreiecke in städtischen Gebieten freigehalten werden. Diese ermöglichen es Fahrern aus untergeordneten Straßen, den Querverkehr rechtzeitig zu erkennen, bevor sie sicher einbiegen. Die Größe der Dreiecke richtet sich nach der zulässigen Höchstgeschwindigkeit: 30 Meter bei Tempo 30, 50 Meter bei Tempo 40 und 70 Meter bei Tempo 50.
Das Tiefbauamt priorisiert die Überprüfung der Kreuzungen nach Verkehrsaufkommen und Unfallstatistiken. Hindernisse wie Bäume, Sträucher, Hecken oder falsch parkende Autos werden erfasst und bei Bedarf beseitigt. Zu den ersten Straßen, die angepasst werden sollen, gehört die Scharnhölzstraße. Für das erste Quartal 2026 sind dort bereits elf Maßnahmen ausgeschrieben.
Ziel der Stadt ist es, durch bessere Sichtverhältnisse an neuralgischen Punkten Unfälle zu vermeiden. Die Einhaltung der Richtlinien wird vom Bottroper Tiefbauamt überwacht und durchgesetzt. Die Arbeiten sind Teil einer umfassenden Initiative, um die Verkehrssicherheit in der gesamten Stadt zu erhöhen.






