Bundesbank will Ein- und Zweicent-Münzen abschaffen – so funktioniert das Runden
Gesine StolzeBundesbank will Ein- und Zweicent-Münzen abschaffen – so funktioniert das Runden
Ein neuer Vorschlag der Bundesbank könnte bald ändern, wie die Deutschen mit Bargeld bezahlen. Der Plan sieht vor, Zahlungen auf den nächsten Fünfcent-Betrag auf- oder abzurunden – und damit Ein- und Zweicent-Münzen schrittweise aus dem Umlauf zu nehmen. Eine aktuelle Umfrage zeigt, dass bereits 56 Prozent der Deutschen hinter der Idee stehen.
Ziel des Bundesbank-Vorschlags sind die hohen Kosten für die Herstellung, Verpackung und den Transport der kleinen Münzen. Nach der geplanten Regelung würde ein Artikel für 3,99 Euro in bar 4,00 Euro kosten, während 2,02 Euro auf 2,00 Euro abgerundet würden. Dieses Vorgehen orientiert sich an Systemen, die in mehreren EU-Ländern bereits etabliert sind.
Einige deutsche Händler haben das Runden bereits ausprobiert. In Nordrhein-Westfalen lassen Supermarktketten Kunden ihre Rechnungen auf den nächsten Zehncent-Betrag aufrunden, wobei der Aufschlag an gemeinnützige Zwecke geht. Eine Bundesbank-Studie aus dem Jahr 2023 ergab zudem, dass Bargeld weiterhin beliebt ist und etwa die Hälfte aller Ladenzahlungen ausmacht.
Würde die Rundungsregel eingeführt, sänken die Produktionskosten, und Zahlungsvorgänge würden vereinfacht. Zudem würde Deutschland damit zu anderen europäischen Ländern aufschließen, die kleine Münzen bereits abgeschafft haben. Die Änderung könnte den Bargeld-Alltag von Millionen Verbrauchern prägen.






