Chaos beim Rhein-Derby: Pyro, Prügeleien und 15 Strafanzeigen nach Gladbach gegen Köln
Julian KlingelhöferChaos beim Rhein-Derby: Pyro, Prügeleien und 15 Strafanzeigen nach Gladbach gegen Köln
Reinholdskrach in der Bundesliga: Ausschreitungen bei Borussia Mönchengladbach gegen den 1. FC Köln
Beim Bundesliga-Spiel zwischen Borussia Mönchengladbach und dem 1. FC Köln am vergangenen Samstag kam es sowohl im als auch außerhalb des Stadions zu mehreren Zwischenfällen. Trotz umfangreicher Sicherheitsvorkehrungen meldete die Polizei eine Reihe von Vorfällen, darunter den Einsatz von Pyrotechnik, Vandalismus und Körperverletzungen.
Die Partie im Borussia-Park begann am 8. November um 18:30 Uhr, musste jedoch kurzzeitig unterbrochen werden, nachdem im Gästeblock Feuerwerkskörper gezündet worden waren. Bereits vor und während des Spiels hatten Fans in der Nähe des Mönchengladbacher Fan-Hauses sowie entlang der Humboldstraße Feuerwerk und Rauchbomben abgefeuert. Im Stadion selbst setzten Kölner Anhänger wiederholt Pyrotechnik ein, woraufhin die Spieloffiziellen die Begegnung vorübergehend pausieren ließen.
Die Polizei leitete gegen mehrere Straftaten Ermittlungen ein und erstattete insgesamt 15 Strafanzeigen. Darunter fielen eine Sexualstraftat, eine Körperverletzung, zwei Fälle von Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte, zwei tätliche Angriffe, zwei Diebstähle, fünf Sachbeschädigungen sowie zwei Beleidigungen. Ein Polizist wurde von einem Fan am Helm getroffen, woraufhin dieser sofort festgenommen wurde.
Außerhalb des Stadions beschädigten Mönchengladbacher Anhänger einen privat organisierten Fan-Bus sowie einen Shuttle-Service. Kölner Fans hingegen manipulierten in einem Regionalzug Sicherheitskameras und setzten sie außer Betrieb, woraufhin die Bundespolizei wegen Sabotage an Notfalleinrichtungen ein Strafverfahren einleitete. Ein weiterer Vorfall führte dazu, dass zwei Personen wegen Widerstands gegen einen Polizeibeamten während des Spiels angezeigt wurden.
Die Behörden hatten sich auf mögliche Ausschreitungen vorbereitet und strenge Vorsichtsmaßnahmen ergriffen: Glasflaschen und Dosen waren verboten, Alkohol durften die Zuschauer nicht ins Stadion mitnehmen, bekannten Störern wurde der Zutritt verweigert, und es war ein großes Polizeiaufgebot im Einsatz. Trotz der Zwischenfälle bewerteten die Verantwortlichen die Sicherheitsmaßnahmen im Großen und Ganzen als erfolgreich.
Das Spiel endete mit einem massiven Polizeieinsatz zur Bewältigung der Vorfälle. Nun laufen strafrechtliche Ermittlungen wegen Körperverletzung, Vandalismus und der Manipulation von Notfallausrüstung. Die Behörden bestätigten, dass die präventiven Maßnahmen dazu beigetragen hätten, die meisten Störungen einzudämmen.






