Deutsch-polnische Freundschaft feiert 30 Jahre lebendige Partnerschaft in Bergisch Gladbach
Stefanie GeißlerDeutsch-polnische Freundschaft feiert 30 Jahre lebendige Partnerschaft in Bergisch Gladbach
Ein politischer Abend mit Fokus auf deutsch-polnische Beziehungen fand im historischen Rathaus von Bergisch Gladbach statt. Die vom Förderverein der Städtepartnerschaft Pszczyna–Bergisch Gladbach organisierte Veranstaltung zog zahlreiche Besucher an und umfasste einen Vortrag des Historikers Dieter Bingen. Auch die aktuelle Lage in der Ukraine wurde thematisiert.
Im Mittelpunkt stand die seit 1993 bestehende Partnerschaft zwischen der polnischen Stadt Pszczyna und Bergisch Gladbach. Kulturelle Austauschprogramme, wirtschaftliche Projekte und gemeinsame historische Gedenkveranstaltungen prägen die Verbindung, auch wenn öffentlich zugängliche Dokumentationen dazu begrenzt sind.
Dieter Bingen referierte über die Geschichte und die heutigen Herausforderungen der deutsch-polnischen Beziehungen. Er beleuchtete den Einfluss der polnischen Solidarność-Bewegung und plädierte für mehr "diplomatisches Fingerspitzengefühl" im Umgang Deutschlands mit seinem Nachbarland. Nach dem Vortrag folgte eine Fragerunde, bevor die Gäste bei einem Empfang mit Brezeln, Krakauer Würstchen und polnischem Bier zusammenkamen.
Veranstaltet wurde der Abend im festlichen Ratssaal des Bergisch Gladbacher Rathauses. Unter den Gästen befand sich Peter Graf von Hochberg, der 7. Fürst von Pless, dessen Familie historisch mit der Region verbunden ist. Herbert Kurek, Schatzmeister des Vereins, betonte die Bedeutung der Partnerschaft für den Abbau von Vorurteilen und die Förderung des gegenseitigen Verständnisses.
Der Verein zeigte sich im Nachgang zufrieden mit der hohen Teilnehmerzahl und den konstruktiven Gesprächen. Sein täglicher Newsletter "Der Tag in GL" informiert Abonnenten weiterhin aktuell – jeden Morgen um 7:07 Uhr im Postfach.
Die Veranstaltung unterstrich die enge Verbindung zwischen Pszczyna und Bergisch Gladbach, die nun seit drei Jahrzehnten besteht. Kultureller und wirtschaftlicher Austausch bleibt zentral, ebenso wie die Auseinandersetzung mit der gemeinsamen europäischen Geschichte. Die Organisatoren hoffen, dass solche Begegnungen die Zusammenarbeit vertiefen und Missverständnisse zwischen beiden Nationen verringern.






