Deutsche Bahn investiert 360 Millionen in digitale Stellwerke – doch Köln steht still
Traude SchleichDeutsche Bahn investiert 360 Millionen in digitale Stellwerke – doch Köln steht still
Die Deutsche Bahn hat 360 Millionen Euro in drei neue digitale Stellwerke für das Kölner Schienennetz investiert. Die Modernisierung soll die Zuverlässigkeit und Pünktlichkeit für Fahrgäste verbessern. Allerdings gab es Verzögerungen beim Start aufgrund technischer Probleme und Koordinierungsschwierigkeiten.
Der ursprüngliche Plan, das neue digitale Stellwerk in Köln im November 2025 in Betrieb zu nehmen, scheiterte an einem Softwarefehler. Weitere Verzögerungen ergaben sich durch die notwendige Abstimmung mit dem Hersteller sowie die Suche nach einem geeigneten Zeitfenster für die Abschaltung anderer großer Baumaßnahmen. Zudem war eine zehntägige Vollsperrung des Kölner Hauptbahnhofs erforderlich.
Der neue Starttermin ist nun auf den Zeitraum vom 8. bis 19. Januar 2027 festgelegt. Während dieser elf Tage wird der Kölner Hauptbahnhof sowohl für den Regional- als auch für den Fernverkehr komplett gesperrt. Die Fernverkehrsgleise 11 und 12 am Bahnhof Köln Messe/Deutz bleiben zwar geöffnet, der Regionalverkehr dort wird jedoch eingestellt. Die Sperrung ermöglicht zudem Sanierungs-, Neubau- und Abrissarbeiten an beiden Bahnhöfen.
Der Kölner Hauptbahnhof zählt zu den meistfrequentierten Verkehrsknotenpunkten in Westdeutschland. Täglich werden hier rund 1.300 Züge abgefertigt, die Hunderttausende Fahrgäste befördern.
Sobald das neue digitale Stellwerk in Betrieb ist, soll es den Schienenverkehr zuverlässiger und pünktlicher machen. Die Investition von 360 Millionen Euro umfasst drei neue Stellwerke am Standort. Die Inbetriebnahme erfolgt nach der elfägigen Vollsperrung im Januar 2027.






