27 April 2026, 20:21

Deutsche fordern mehr Gerechtigkeit bei Rente und Vermögensverteilung

Plakat einer historischen Karte der ersten Grafschaft Tirol, das geografische Merkmale wie Flüsse, Berge und Städte zeigt, begleitet von beschreibendem Text.

Deutsche fordern mehr Gerechtigkeit bei Rente und Vermögensverteilung

Eine neue Umfrage hat deutliche Meinungen unter Deutschen zu Gerechtigkeit, Renten und Sozialleistungen offenbart. Die Ergebnisse zeigen weit verbreitete Sorgen über die Vermögensverteilung und die Frage, wer Anspruch auf staatliche Unterstützung haben sollte. Viele stellen zudem infrage, ob mehr Arbeit die richtige Antwort ist, um den Wohlstand des Landes zu sichern.

Laut der Erhebung halten 81 Prozent der Deutschen die Vermögensverteilung im Land für ungerecht. Diese Ansicht ist über alle Einkommensschichten hinweg verbreitet: Selbst 72 Prozent derjenigen, die zwischen 2.500 und 4.500 Euro monatlich verdienen, stimmen dem zu. Gleichzeitig sind 42 Prozent der Meinung, dass höhere Leistungen direkt zu höheren Einkommen führen sollten.

Auch die Forderung nach strengeren Regeln bei Sozialleistungen stößt auf breite Zustimmung. Eine klare Mehrheit von 66 Prozent spricht sich dafür aus, dass Migrantinnen und Migranten erst nach einer längeren Arbeitszeit in Deutschland Anspruch auf staatliche Unterstützung erhalten sollten. Besonders ausgeprägt ist diese Haltung in den ostdeutschen Bundesländern Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen, wo 76 Prozent der Befragten dieser Auffassung sind.

Beim Thema Rente sind sich 86 Prozent einig, dass Beamte, Selbstständige und Politiker in die gesetzliche Rentenversicherung einbezogen werden sollten. Gleichzeitig erklären 47 Prozent, sie seien bereit, persönliche Einschnitte hinzunehmen, um die Zukunft des Sozialsystems zu sichern. Hier zeigen sich jedoch deutliche Unterschiede je nach politischer Ausrichtung: Während 91 Prozent der AfD-Anhänger zustimmen, sind es bei den Wählerinnen und Wählern der Linken nur 34 Prozent.

Die Umfrage stellt zudem die Vorstellung infrage, dass längere Arbeitszeiten der Schlüssel zu wirtschaftlicher Stabilität seien. Eine deutliche Mehrheit von 63 Prozent lehnt die Aussage ab, dass die Deutschen mehr arbeiten müssten, um den Wohlstand des Landes zu erhalten.

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Die Ergebnisse unterstreichen tiefe Verunsicherung über die Gerechtigkeit in den wirtschaftlichen und sozialen Strukturen Deutschlands. Viele befürworten strengere Bedingungen für Sozialleistungen und eine breitere Absicherung in der Rente, wobei die Meinungen je nach politischer Gesinnung stark auseinandergehen. Gleichzeitig deutet sich Widerstand gegen die Idee an, dass allein mehr Arbeit den zukünftigen Wohlstand sichern könne.

Quelle