Deutschland und Niederlande beschaffen 222 Jackal-Schützenpanzer für 3,4 Milliarden Euro
Stefanie GeißlerDeutschland und Niederlande beschaffen 222 Jackal-Schützenpanzer für 3,4 Milliarden Euro
Deutschland und die Niederlande haben sich auf ein 3,4-Milliarden-Euro-Geschäft für neue gepanzerte Fahrzeuge geeinigt. Der Vertrag umfasst 222 radgestützte Schützenpanzer vom Typ Jackal, wobei 150 an Deutschland und 72 an die Niederlande gehen. Rheinmetall, einer der Hersteller, erhält aus der Vereinbarung fast 3 Milliarden Euro.
Der Jackal basiert auf dem Boxer-Fahrgestell mit Rädern, einer Plattform, die für ihr modulares Design bekannt ist. Auf diesemselben Chassis beruhen auch andere militärische Varianten, darunter Sanitätsfahrzeuge, die Deutschland kürzlich bestellt hat. Der Jackal übernimmt zudem den Turm und die 30-mm-Hauptkanone des Puma, eines leichten Kettenkampfpanzer.
Das Boxer-Programm, das von der Organisation für gemeinsame Rüstungszusammenarbeit (OCCAR) verwaltet wird, umfasst mittlerweile ein Investitionsvolumen von 10 Milliarden Euro. Künftige Versionen des Boxer werden unter anderem eine Brückenlege-Variante sowie eine Haubitze auf Basis der deutschen Panzerhaubitze 2000 umfassen.
Deutschland und die Niederlande arbeiten häufig bei Verteidigungsprojekten zusammen. Ihre Streitkräfte teilen sich gemeinsame Beschaffungsvorhaben und integrierte Kommandostrukturen.
Der 3,4-Milliarden-Euro-Vertrag stärkt die gepanzerten Kapazitäten beider Nationen. Rheinmetalls Anteil an den Mitteln wird die weitere Produktion und Entwicklung unterstützen. Zusätzliche Boxer-Varianten wie der Brückenleger und die Haubitze dürften die Rolle des Programms in künftigen Einsätzen erweitern.






