14 March 2026, 18:24

Die Schwabinger 7 lebt als Kunstwerk weiter – eine Hommage an Münchens rebellische Vergangenheit

Ein prächtiger Museumsraum mit einer Statue links, einem Teppichboden, Fotorahmen an den Wänden, einer Glasdecke mit Lichtern und Türen im Hintergrund.

Die Schwabinger 7 lebt als Kunstwerk weiter – eine Hommage an Münchens rebellische Vergangenheit

Ein Stück des legendären Münchner Nachtlebens kehrt zurück – diesmal als Kunst. Die Schwabinger 7, einst die berühmteste Bar der Stadt, lebt weiter in einem vielschichtigen Gemälde des Künstlers Rupert Dorrer. Das Werk, das auf Basis eines Fotos der Barwand vor ihrem Abriss entstand, wird bald in der Galerie in Bruckmühl ausgestellt.

Die Schwabinger 7 war ein Anziehungspunkt für alle, die das Unkonventionelle liebten. An der Feilitzschstraße 7 gelegen, entwickelte sie sich zu einer kulturellen Ikone Schwabings. Selbst nach ihrer Schließung lebte der Geist der Bar in den Erinnerungen weiter – und nun auch in der Kunst.

Dorrer hielt die Wand der Bar fotografisch fest, bevor sie abgerissen wurde. Anschließend verwandelte er das Bild in ein Mixed-Media-Gemälde auf Holz mit den Maßen 140 cm Breite und 72 cm Höhe. Der Künstler beschreibt das Werk als Symbol der Vergänglichkeit, das einen flüchtigen Moment der Münchner Geschichte bewahrt.

Das Gemälde ist nun Teil einer größeren Sammlung in der Bruckmühler Galerie, die 140 Werke aus dem Landkreis Rosenheim von 1875 bis heute zeigt. Am Montag um 11 Uhr wird der neu gewählte Bürgermeister der Stadt, Richard Richter, das Bild offiziell enthüllen. Die Veranstaltung markiert die Rückkehr des Kunstwerks zu seinen Wurzeln und verbindet Vergangenheit mit Gegenwart.

Dorrer pflegt noch immer die Verbindung zu alten Zeiten. Er trifft sich regelmäßig mit Gerd "Manila" Waldhauser, dem ehemaligen Wirt der Bar, im Grünen Eck in Schwabing – wo vermutlich noch immer Geschichten über die Schwabinger 7 die Runde machen.

Das Gemälde der Schwabinger 7 wird in Bruckmühl sowohl als Hommage als auch als Zeitdokument hängen. Seine Präsentation stellt sicher, dass ein Stück von Münchens rebellischer Vergangenheit sichtbar bleibt. Die feierliche Enthüllung am Montag wird Kunst, Geschichte und die Gemeinschaft vereinen, die einst um die Bar blühte.

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