15 March 2026, 20:28

Düsseldorfer Demonstration fordert Prüfung rechtsextremer Parteien durch Verfassungsgericht

Eine Gruppe von Menschen steht vor einem Gebäude mit Schildern und Plakaten, zwei Personen sitzen im Vordergrund und ein Müllcontainer rechts, während einer Protest in Deutschland, mit Gebäuden, Fenstern, Lichtern und Schildern im Hintergrund.

Düsseldorfer Demonstration fordert Prüfung rechtsextremer Parteien durch Verfassungsgericht

Demonstration in Düsseldorf fordert Überprüfung rechtsextremer Parteien

Am Samstag, den 14. März 2026, findet in Düsseldorf eine Kundgebung statt, die eine Prüfung rechtsextremer Parteien durch das Bundesverfassungsgericht fordert. Organisiert wird die Veranstaltung vom Bergisch Gladbacher Verein für Demokratie und Vielfalt (DeVi). Die Demonstranten verlangen, dass alle Parteien, die als rechtsextrem eingestuft oder unter Extremismusverdacht stehen, überprüft werden. Beginn ist um 14:00 Uhr vor dem Landtag von Nordrhein-Westfalen.

Die unter dem Motto "ÜBERPRÜFEN!" stehende Demonstration richtet sich gegen Parteien, die vom Bundesamt für Verfassungsschutz als rechtsextrem eingestuft wurden. Aktuell ist die Alternative für Deutschland (AfD) die einzige größere Partei mit diesem Status. 2025 hatte das Amt sie als "gesichert rechtsextremistisches Bestreben" klassifiziert, doch ein Gericht setzte diese Einstufung im Februar 2026 vorläufig außer Kraft. Vier Landesverbände der AfD – in Brandenburg, Thüringen, Sachsen und Sachsen-Anhalt – gelten weiterhin offiziell als rechtsextrem.

Teilnehmende sind aufgerufen, sich um 12:33 Uhr am Bahnhof Bergisch Gladbach, Gleis 1, zu versammeln, um gemeinsam nach Düsseldorf zu reisen. Der Bundesrat könnte eine solche Prüfung mit einfacher Mehrheit einleiten, doch mehrere Bundesländer, darunter Nordrhein-Westfalen, unterstützen den Vorstoß bisher nicht.

Weitere Informationen zur Demonstration gibt es unter *www.pruef-demos.de*. Auf der Website und in den Sozialen Medien des Vereins finden sich zudem Details zu weiteren Aktivitäten der Initiative.

Ziel der Kundgebung ist es, rechtliche Schritte gegen rechtsextreme politische Gruppen voranzutreiben. Sollte die Forderung erfolgreich sein, könnte das Bundesverfassungsgericht Parteien wie die AfD offiziell prüfen. Die Organisatoren rufen dazu auf, sich der Demonstration anzuschließen und so die Kampagne zu unterstützen.

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