Düsseldorfer Zoll schlägt im Ferienchaos mit 229 Strafverfahren zu
Stefanie GeißlerDüsseldorfer Zoll schlägt im Ferienchaos mit 229 Strafverfahren zu
Zollbeamte am Düsseldorfer Flughafen hatten einen arbeitsreichen Sommer. Während der Ferienzeit leiteten sie 229 Strafverfahren und 38 Ordnungswidrigkeitenverfahren ein. Die Kontrollen betrafen unter anderem nicht deklariertes Bargeld, illegale Waffen und nicht angemeldete Waren.
Ein Schwerpunkt lag auf Reisenden, die hohe Geldbeträge nicht angaben. In 30 Fällen wurden insgesamt 515.000 Euro ohne entsprechende Unterlagen mitgeführt. Die Behörden sicherten zudem Garantien in Höhe von rund 40.000 Euro zur Deckung erwarteter Bußgelder.
Auch versuchter Steuerbetrug war ein zentrales Thema. Die Beamten deckten 174 Fälle auf, in denen Personen Luxusgüter oder Zigaretten ohne Zahlung der erforderlichen Abgaben einschmuggeln wollten. Beschlagnahmt wurden unter anderem 411.000 nicht angemeldete Zigaretten, 153 Kilogramm loser Tabak und 10 Liter nicht deklarierter Alkohol.
Verbotene Gegenstände wurden ebenfalls konfisziert. In 20 Fällen handelte es sich um Waffen, in 35 Fällen um nicht zugelassene Medikamente. Verstöße gegen den Artenschutz blieben hingegen selten – nur zwei Vorfälle, beide im Zusammenhang mit Korallensteinen. Michael Walk, Sprecher des Düsseldorfer Hauptzollamts, bestätigte die geringe Zahl artenschutzrelevanter Delikte.
Die Sommeraktion am Düsseldorfer Flughafen führte zu Hunderten von Durchsetzungsmaßnahmen. Die Behörden gingen gegen nicht deklariertes Bargeld, illegale Waren und verbotene Gegenstände vor. Bußgelder und Garantien summieren sich mittlerweile auf Zehntausende Euro.






