Essen führt digitalen Schutzkonzept-Generator gegen Missbrauch im Sport ein
Julian KlingelhöferEssen führt digitalen Schutzkonzept-Generator gegen Missbrauch im Sport ein
Neues Werkzeug gegen sexuellen Missbrauch in Sportvereinen in Essen vorgestellt
Der Landessportbund Nordrhein-Westfalen hat in Essen ein neues Instrument zur Prävention von sexuellem Missbrauch in Sportvereinen präsentiert: den Schutzkonzept-Generator. Dieses digitale Tool soll Vereinen helfen, von Anfang an sichere Strukturen aufzubauen. In einer ersten Phase werden 600 Vereine das System testen, bevor es flächendeckend eingeführt wird.
Das Tool funktioniert wie ein interaktiver Fragebogen, der Vereine schrittweise durch ein Grundgerüst aus Richtlinien und Mindeststandards führt. Es identifiziert mögliche Gefahrenbereiche in Sportstätten und schlägt Maßnahmen vor, um Risiken zu minimieren. Lara ter Veer vom Landessportbund betonte, das Konzept solle das Bewusstsein für die Gefahren sexualisierter Gewalt in Vereinen schärfen.
Ein weiteres zentrales Ziel ist die Abschreckung. Durch klare präventive Maßnahmen soll das System potenzielle Täter abschrecken. Die Vereine erhalten maßgeschneiderte Empfehlungen zur Verbesserung der Sicherheit – das Tool ist damit für Organisationen jeder Größe praxistauglich.
Offiziell vorgestellt wurde der Schutzkonzept-Generator heute in Essen. Seine Einführung markiert einen wichtigen Schritt im Kampf gegen sexualisierte Gewalt im Breiten- und Leistungssport.
In den kommenden Monaten wird das Tool in 600 Vereinen der Region erprobt. Bei Erfolg könnte es zum Standard für Sportorganisationen werden. Im Fokus stehen weiterhin Prävention, Aufklärung und die Schaffung sicherer Räume für Athletinnen und Athleten auf allen Ebenen.






