Essen wird zur "Sportstadt für alle" – wie der neue Entwicklungsplan Bewegung fördert
Julian KlingelhöferEssen wird zur "Sportstadt für alle" – wie der neue Entwicklungsplan Bewegung fördert
Essen hat einen bedeutenden Schritt hin zu einer aktiveren Stadt gemacht. Am 25. März 2026 verabschiedete der Stadtrat den Abschlussbericht des Integrierten Sportentwicklungsplans (ISEP). Diese langfristige Strategie zielt darauf ab, Sport und Bewegung für alle Bürgerinnen und Bürger zugänglich zu machen und sie gleichzeitig mit Stadtplanung, Schulen sowie öffentlichen Räumen zu verknüpfen.
Der ISEP basiert auf vier zentralen Säulen: der Analyse des aktuellen Sportangebots, der Bewertung seiner Wirksamkeit, der Erarbeitung maßgeschneiderter Empfehlungen sowie der Optimierung bestehender Strukturen. Statt Sport isoliert zu betrachten, integriert der Plan ihn in die übergeordnete Stadtentwicklung, Jugendförderung und Gestaltung öffentlicher Flächen.
Ein zentrales Anliegen ist die bessere Nutzung öffentlicher Bereiche für Bewegung und Erholung. Das Ziel: mehr Menschen – unabhängig von Alter oder Herkunft – zum Sporttreiben zu motivieren. Essen strebt an, sich als "Sportstadt für ALLE Menschen" zu etablieren und so Teilhabehürden abzubauen.
Während der Bericht einen strategischen Rahmen vorgibt, sind konkrete Projekte damit noch nicht freigegeben. Künftige Maßnahmen bedürfen separater Beschlüsse durch die zuständigen Ausschüsse und den Stadtrat. Die Sport- und Bäder Essen GmbH (SBE) wird nun die Empfehlungen prüfen, Prioritäten setzen und die Umsetzung konkretisieren.
Der ISEP weist den Weg für Essens sportliche Zukunft. In der nächsten Phase folgt die detaillierte Planung durch die SBE, bevor politische Entscheidungen über Finanzierung und Realisierung anstehen. Bei Umsetzung könnten die Maßnahmen das sportliche Leben in der Stadt nachhaltig prägen.






