Fachkräftemangel in Arztpraxen sinkt um 88 Prozent im dritten Quartal 2025
Traude SchleichFachkräftemangel in Arztpraxen sinkt um 88 Prozent im dritten Quartal 2025
Der akute Mangel an medizinischen Fachangestellten in Deutschland hat sich in den letzten Monaten deutlich entspannt. Wie eine neue Studie zeigt, sank die Zahl der unbesetzten Stellen im dritten Quartal 2025 um 88 Prozent. Die Ergebnisse wurden in der Montagsausgabe der Rheinischen Post veröffentlicht.
Die Untersuchung stammt vom Kompetenzzentrum Fachkräftesicherung (KOFA) am Institut der deutschen Wirtschaft. Der Bericht verzeichnet einen deutlichen Rückgang offener Stellen für medizinische Fachangestellte (MFA), Praxismanager und weiteres medizinisches Personal. Auf dem Höhepunkt der Krise hatte der Mangel Arztpraxen und Kliniken stärker getroffen als andere Bereiche im Gesundheitswesen.
Im dritten Quartal 2025 blieben bundesweit nur noch 206 MFA-Stellen unbesetzt – eine markante Verbesserung im Vergleich zu den ersten Monaten des Jahres, als der Personalmangel noch deutlich gravierender war. Die Studie nennt zwar keine genauen Zahlen aus den Vorperioden, bestätigt aber den steilen Rückgang.
Die sinkende Zahl an Vakanzen deutet auf eine Trendwende am Arbeitsmarkt für medizinische Fachangestellte hin. Zwar nennt die Untersuchung keine Gründe für diese Entwicklung, die Daten belegen jedoch eine klare Besserung. Kliniken und Praxen könnten künftig mit weniger Personalengpässen konfrontiert sein als in den Vorjahren.






