Fälschung bei Bares für Rares: Antike Zinndose entpuppt sich als 19. Jahrhundert-Attrappe
Stefanie GeißlerFälschung bei Bares für Rares: Antike Zinndose entpuppt sich als 19. Jahrhundert-Attrappe
Eine aktuelle Folge von Bares für Rares nahm eine überraschende Wendung, als eine angeblich antike Zinndose unter die Lupe genommen wurde. Als Relikt aus dem 16. oder 17. Jahrhundert präsentiert, ließ das Stück sowohl Verkäufer als auch Experten an seiner wahren Herkunft zweifeln.
Die Zinndose war mit dem Anspruch in die Sendung gebracht worden, mehrere hundert Jahre alt zu sein. Doch Experte Detlev Kümmel entdeckte schnell Ungereimtheiten. Seine Untersuchung förderte Merkmale zutage, die nicht zur behaupteten Epoche passten, sondern vielmehr auf eine Entstehung im 19. Jahrhundert hindeuteten.
Kümmel kam zu dem Schluss, dass die Dose mit betrügerischer Absicht hergestellt worden sei. Seine Erkenntnisse legten nahe, dass sie darauf ausgelegt war, Käufer über ihr tatsächliches Alter zu täuschen. Moderator Horst Lichter bemerkte später, dass vermutlich auch die früheren Besitzer selbst getäuscht worden seien.
Die Verkäufer, die auf eine hohe Bewertung gehofft hatten, zeigten sich sichtlich enttäuscht über das Urteil des Experten. Anders als in den meisten Folgen wurde diesmal keine Händlerkarte ausgestellt, und der Händlerraum blieb für die Gäste geschlossen.
Weitere Details zu den Verkäufern oder einem möglichen Betrugsfall sind nicht bekannt geworden. Auch gibt es keine Hinweise darauf, dass der Vorfall Auswirkungen auf ihre künftigen Auftritte in der Sendung oder ihr Verhältnis zum ZDF haben wird.
Die Folge unterstrich die Risiken von falsch deklarierten Antiquitäten auf dem Markt. Die Zinndose, einst für ein wertvolles historisches Stück gehalten, entpuppte sich als spätere Imitation. Das Ergebnis ließ die Verkäufer ohne Verkauf zurück und warf Fragen zur früheren Besitzgeschichte des Objekts auf.






