14 March 2026, 00:21

FDP in der Krise: Dürrs Führung wackelt – wer übernimmt die Parteispitze?

Eine gelbliche, leicht zerknitterte Zeitung mit der schwarzen Aufschrift "Diskussion", die die Schlagzeile "Semanario Repúblicano Democrático Federal" trägt.

FDP in der Krise: Dürrs Führung wackelt – wer übernimmt die Parteispitze?

Die FDP steht nach einer Reihe schlechter Wahlergebnisse vor Unsicherheit über ihre Bundesführung. Die Position von Parteichef Christian Dürr gerät zunehmend unter Druck – besonders nach der jüngsten Niederlage in Baden-Württemberg. Namen wie Henning Höne, Landesvorsitzender der FDP in Nordrhein-Westfalen, werden nun als mögliche Nachfolger gehandelt.

Der nächste Bundesparteitag, auf dem eine Entscheidung über die Parteispitze fallen könnte, ist für den 30. und 31. Mai 2026 in Berlin angesetzt.

Die bundesweiten Probleme der FDP haben sich seit der Bundestagswahl 2025 verschärft. Henning Höne sprach kürzlich von einer "existenzbedrohenden Krise" und einem "tiefen Tief" der Partei. Gleichzeitig betonte er, dass ein bloßer Wechsel an der Spitze die grundlegenden Probleme nicht löse.

Höne, der die FDP in Nordrhein-Westfalen führt, hat sich in Interviews bisher nicht öffentlich hinter Dürr gestellt. Stattdessen konzentriert er sich auf die regionale Erholung der Partei, die in Gebieten wie Lohmar bei etwa 7,5 Prozent liegt. Die Landes-FDP setzt auf wirtschaftliche Liberalisierung, lehnt Vorhaben wie die Bezahlkarte ab und unterstützt lokale Initiativen, darunter Olympische Bewerbungen. Das steht im Kontrast zu Baden-Württemberg, wo die Partei im März 2026 um den Erhalt von Mandaten kämpft – ein Symptom des bundesweiten Abschwungs.

Nordrhein-Westfalen gilt seit langem als Schlüsseregion für die Erholung der FDP. Hier begann 2013 unter Christian Lindner der bundesweite Aufstieg der Partei. Während Dürr nun Reformen wie Deregulierungen für Start-ups und eine strengere Migrationspolitik vorantreibt, bleibt das Land ein seltener Lichtblick – anders als etwa in Rheinland-Pfalz, wo die FDP nur noch knappe Ergebnisse erzielt.

Weitere mögliche Kandidaten für Dürrs Nachfolge sind Marie-Agnes Strack-Zimmermann, Wolfgang Kubicki, Bijan Djir-Sarai und Linda Teuteberg. Die Weichenstellung für die Zukunft der Partei wird voraussichtlich die Debatten auf dem Parteitag 2026 prägen.

Die Führungsfrage der FDP bleibt vorerst ungelöst, während die Partei mit schwachen bundesweiten Umfragewerten kämpft. Regionale Unterschiede – etwa die relative Stabilität in Nordrhein-Westfalen im Vergleich zu den Problemen in Baden-Württemberg – verdeutlichen die bevorstehenden Herausforderungen. Eine endgültige Entscheidung über Dürrs Nachfolger wird auf dem Berliner Parteitag Ende Mai 2026 erwartet.

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