FDP-Spitzenkandidatin will nach Rücktrittswelle Parteivorsitz übernehmen
Gesine StolzeFDP-Spitzenkandidatin will nach Rücktrittswelle Parteivorsitz übernehmen
Eine führende Persönlichkeit der Freien Demokratischen Partei (FDP) hat ihre Bereitschaft signalisiert, für den Parteivorsitz zu kandidieren. Dieser Schritt erfolgt, nachdem der gesamte Bundesvorstand – darunter auch Parteichef Christian Dürr – am 23. März 2026 zurückgetreten war. Die Rücktritte folgten enttäuschenden Ergebnissen bei den Landtagswahlen in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz.
Die potenzielle Kandidatin leitet derzeit den Ausschuss für Sicherheit und Verteidigung des Europäischen Parlaments. Zwar räumte sie ihre hohe Arbeitsbelastung ein, erklärte jedoch, sie würde zusätzliche Verantwortung übernehmen, falls die Partei sie darum bitte.
Sie kritisierte jene, die den innerparteilichen Führungsstreit für persönliche Vorteile ausnutzen könnten. Aus ihrer Sicht stellten solche Personen ihre Eigeninteressen über die dringend notwendige Erneuerung der FDP. Medienberichte hatten bereits vor der offiziellen Bekanntgabe über eine mögliche Kandidatur spekuliert.
Die FDP wird am 30. und 31. Mai einen Sonderparteitag abhalten, um einen neuen Vorsitzenden zu wählen. Bisher wurde keine weitere Politikerin der Partei öffentlich als Anwärterin genannt. Die Kandidatin betonte ihre Dankbarkeit für die Zeit in der FDP und ihr Engagement, die künftige Ausrichtung der Partei mitzugestalten.
Die Wahl des neuen Parteivorsitzenden steht im Zusammenhang mit den schwachen Ergebnissen der FDP bei zwei wichtigen Landtagswahlen. Ende Mai soll ein neuer Vorsitzender bestimmt werden; die Kandidatin versprach, sich auf die Stabilisierung der Partei zu konzentrieren. Ihre Erfahrung in den Bereichen europäische Sicherheit und Verteidigung könnte dabei eine zentrale Rolle in ihrem Wahlkampf spielen.






