Flughafen Dortmund kämpft mit wachsendem Defizit trotz mehr Passagieren
Stefanie GeißlerFlughafen Dortmund kämpft mit wachsendem Defizit trotz mehr Passagieren
Flughafen Dortmund schließt 2025 mit wachsendem Finanzdefizit ab
Der Flughafen Dortmund beendete das Jahr 2025 mit einem steigenden finanziellen Fehlbetrag und verzeichnete ein Defizit von 6,3 Millionen Euro. Dies stellt einen deutlichen Anstieg gegenüber dem Vorjahresverlust von 1,8 Millionen Euro dar – trotz eines Passagieraufkommens von 3,24 Millionen Reisenden. Die endgültigen Zahlen werden nach Abschluss der Jahresprüfung im Juni bestätigt.
Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen und Amortisation (EBITDA) des Flughafens sank 2025 auf rund 971.000 Euro. Die Umsätze erreichten zwar 49,81 Millionen Euro, doch die steigenden Personalkosten waren der Haupttreiber für das größere Defizit. Tariferhöhungen im öffentlichen Dienst und ein neues Tarifabkommen trieben die Ausgaben in die Höhe.
Der Wegfall von Ryanair, das zuvor 430.000 Passagiere bediente, sowie die reduzierten Eurowings-Flüge, die weitere 130.000 Reisende betrafen, konnten das insgesamt positive Passagierwachstum nicht bremsen. In den vergangenen fünf Jahren schwankten die Zahlen, erholten sich jedoch von den Pandemie-Tiefstwerten auf 2,1 Millionen im Jahr 2024. Dennoch sieht sich Dortmund – anders als regionale Konkurrenten wie Köln/Bonn oder Düsseldorf – weiterhin wirtschaftlichen Belastungen durch die Konkurrenz größerer Drehkreuze und hohe Betriebskosten ausgesetzt.
Die Bilanz für 2025 unterstreicht die anhaltende finanzielle Anspannung des Flughafens Dortmund, selbst wenn die Passagierzahlen wieder steigen. Das Defizit von 6,3 Millionen Euro spiegelt sowohl die gestiegenen Kosten als auch die wettbewerbsbedingten Herausforderungen im regionalen Luftverkehrsmarkt wider. Die geprüften Endzahlen werden im Juni veröffentlicht.






