29 April 2026, 18:22

Frau täuscht eigene Entführung vor – und erpresst Ehemann um 5.000 Euro

Ein altes Bild zeigt eine Gerichtsszene, bei der ein Bailey-Anwalt einen Dieb festnimmt, während zwei Personen stehen und eine liegt. Unter ihren Füßen befindet sich ein Papier mit einer Beschreibung des Ereignisses.

Prozess: Frau simuliert ihre eigene Entführung vor Ehemann - Frau täuscht eigene Entführung vor – und erpresst Ehemann um 5.000 Euro

Eine Frau, die ihre eigene Entführung vorgetäuscht hatte, um von ihrem Ehemann Geld zu erpressen, ist zu einer Bewährungsstrafe verurteilt worden. Der skurrile Fall nahm seinen Lauf, nachdem sie ihr Verschwinden inszenierte und Drohbotschaften verschickte, in denen sie 5.000 Euro forderte.

Der Vorfall begann, als der Ehemann der Frau WhatsApp-Nachrichten erhielt, in denen behauptet wurde, sie sei entführt worden. Die Absender drohten damit, ihr etwas anzutun, falls er nicht umgehend 5.000 Euro überweise. Aus Sorge um ihr Leben kam er der Forderung nach und alarmierte die Polizei.

Die Beamten leiteten eine groß angelegte Ermittlung ein, verfolgten Handysignale und durchsuchten mehrere Orte. Später fanden sie die Frau in der Nähe des Kölner Doms – mit fast 5.000 Euro Bargeld bei sich. Sie hatte ihre eigene "Freilassung" inszeniert, nachdem sie die gefälschten Lösegeldforderungen verschickt hatte.

Vor dem Landgericht Köln gestand die Angeklagte die Taten. Sie erklärte, ihre Handlungen seien auf Schulden in Höhe von 20.000 Euro zurückzuführen, die durch ihre Spiel- und Kaufsucht entstanden seien. Zudem offenbarten ihre Aussagen, dass sie zu diesem Zeitpunkt unter schweren Depressionen litt und sich nicht mehr genau daran erinnern könne, wie sie den Entführungsplan ausgearbeitet hatte.

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Das Gericht verurteilte sie zu 14 Monaten Haft auf Bewährung. Trotz des dramatischen Geschehens vergab ihr ihr Mann und half ihr, die Schulden zu begleichen.

Die Frau entging zwar einer sofortigen Haftstrafe, muss aber die Bewährungsstrafe wegen Erpressung und Vortäuschens einer Straftat verbüßen. Die Entscheidung ihres Mannes, ihr zu verzeihen und ihre Schulden zu tilgen, bildete einen unerwarteten Abschluss des Falls. Der Fall verdeutlicht die schweren Folgen ihrer Suchterkrankung und psychischen Belastung.

Quelle