Friedrich Merz: Vom Wirtschaftsexperten zum mächtigsten Kanzler Deutschlands
Stefanie GeißlerVom Frittenstand-Rebellen zum Bundeskanzler - Friedrich Merz: Vom Wirtschaftsexperten zum mächtigsten Kanzler Deutschlands
Friedrich Merz ist nun seit sechs Monaten deutscher Bundeskanzler. Mit 70 Jahren ist er der zweitälteste Regierungschef in der Nachkriegsgeschichte des Landes. Seine politische Karriere umfasst Jahrzehnte – von parlamentarischen Funktionen bis zu einem vielbeachteten Comeback in den letzten Jahren.
Geboren im Sauerland, stieg Merz erstmals im Jahr 2000 in die Öffentlichkeit auf, als er Fraktionsvorsitzender der CDU/CSU-Bundestagsfraktion wurde. Nur zwei Jahre später übernahm Angela Merkel diese Position, was eine Wende in der Parteiausrichtung einläutete. 2009 zog sich Merz aus der aktiven Politik zurück, verließ den Bundestag und arbeitete fortan als Anwalt und Unternehmensberater.
Während seiner Zeit außerhalb des Parlaments festigte Merz seinen Ruf als Wirtschaftsexperte. Er übernahm den Vorsitz des Aufsichtsrats bei BlackRock und baute sein Netzwerk in der Wirtschaft weiter aus. Obwohl er sich aus der ersten politischen Reihe zurückzog, blieb er innerhalb der CDU einflussreich – etwa durch seine Verbindungen zur Andes-Pakt-Gruppe.
Sein politisches Comeback begann 2021 mit dem direkten Einzug in den Bundestag über ein Direktmandat. Ein Jahr später wurde er zum CDU-Parteivorsitzenden gewählt und als Kanzlerkandidat der Union nominiert. Abseits der Politik geht Merz nach wie vor seiner langjährigen Leidenschaft nach: dem Mountainbiking in seiner sauerländischen Heimat.
Merz' Weg ins Kanzleramt war ungewöhnlich – eine Mischung aus parlamentarischer Erfahrung und Jahren in der Wirtschaft. Seine Führung prägt nun die politische Landschaft Deutschlands, wobei er auf sowohl seine frühen Karrierejahre als auch seine jüngsten Unternehmensrollen zurückgreift. Die nächste Phase seiner Amtszeit wird zeigen, wie sich diese vielfältigen Erfahrungen auf seine Politik auswirken.






