Fritz Schramma verlässt CDU nach Streit um Kölner Wahlniederlage
Stefanie GeißlerFritz Schramma verlässt CDU nach Streit um Kölner Wahlniederlage
Fritz Schramma, der 78-jährige ehemalige Oberbürgermeister von Köln, hat die Christlich Demokratische Union (CDU) verlassen. Sein Austritt folgt auf scharfe Kritik an der Art und Weise, wie die Partei mit ihrer jüngsten Wahlniederlage umgegangen ist. Die Parteiführung wies seine Vorwürfe zurück und kündigte eine Aufarbeitung der Ergebnisse an.
Schramma zog sich zurück, nachdem er der Kölner CDU vorgeworfen hatte, die schlechten Ergebnisse bei den Kommunalwahlen nicht ausreichend analysiert zu haben. Er argumentierte, weder die Partei noch ihre Stadtratsfraktion hätten die Gründe für die Niederlage gründlich untersucht. Seine Frustration erstreckte sich auch auf die Führungsstrukturen, wobei er erklärte: "Die Leitung der Partei in Köln ist kein Nebenjob."
Der Fraktionsvorsitzende der CDU, Bernd Petelkau, wies Schrammas Vorwürfe zurück. Zwar bedauerte er den Austritt, bestätigte aber, dass eine interne Analyse stattfinden werde. Die Ergebnisse sollten zunächst mit führenden Parteimitgliedern besprochen werden, bevor sie der breiten Basis vorgestellt würden.
Bei der Wahl hatte der CDU-Kandidat Markus Greitemann die Stichwahl verpasst. Stattdessen zogen Konkurrenten der Grünen ins Rennen ein, was die Probleme der Partei in der Stadt weiter verschärfte.
Schrammas Rückzug hinterlässt die Kölner CDU mit internen Fragen zu ihrer Wahlleistung. Die Parteispitze hat zwar eine Aufarbeitung der Niederlage zugesagt, einen Zeitplan für den Prozess gibt es jedoch noch nicht. Der Austritt des ehemaligen Oberbürgermeisters unterstreicht die anhaltenden Spannungen innerhalb des Ortsverbands.






