03 April 2026, 08:17

Frust bei Eltern: Schulplatzvergabe in Bergisch Gladbach bleibt unklar und verzögert

Das Plakat zeigt Text und ein Logo mit der Aufschrift "Die Sonderanmeldefrist für die Gesundheitsversorgung ist bis zum 15. August verlängert."

Frust bei Eltern: Schulplatzvergabe in Bergisch Gladbach bleibt unklar und verzögert

Schulplatzvergabe in Bergisch Gladbach sorgt bei Eltern für Frust

In diesem Jahr führt die Vergabe der Grundschulplätze in Bergisch Gladbach zu wachsender Verärgerung unter Eltern. Nicht jedes Kind wird einen Platz an der Wunschschule erhalten, und Verzögerungen bei der Zuteilung der Betreuungsplätze im Offenen Ganztag (OGS) verstärken die Unsicherheit. Die endgültigen Bescheide für Schulplätze und OGS-Angebote werden erst Ende März verschickt – bis dahin bleiben viele Familien in der Schwebe.

Die Stadt hat bestätigt, dass im Schuljahr 2026/27 mindestens zehn Grundschulen kostenlose OGS-Plätze für Erstklässler anbieten werden. Drei Schulen – die GGS Heidkamp, die GGS Moitzfeld und die KGS Frankenforst – verfügen jedoch weiterhin nicht über ausreichend Kapazitäten: Hier fehlen jeweils 23, 10 und 7 Plätze. Obwohl die Anmeldefrist für die Grundschulen bereits abgelaufen ist, stehen die Kriterien für die Vergabe dieser Plätze noch immer nicht fest.

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Eltern, die Klarheit suchen, müssen sich bis Dezember gedulden, wenn der Jugendhilfeausschuss über eine Aktualisierung der Aufnahmerichtlinien entscheidet. Gleichzeitig räumt die Stadt ein, noch keine genauen Zahlen nennen zu können, wie viele OGS-Plätze im kommenden Jahr zur Verfügung stehen werden. Die aktuelle Versorgungsquote im Offenen Ganztag liegt bei etwa 77 Prozent – und damit unter den geplanten 81 Prozent.

Der Hauptgrund für die eingeschränkte Ausweitung des OGS-Angebots sind räumliche Engpässe. Da die Nachfrage voraussichtlich das Angebot übersteigen wird, sind die Spannungen bereits spürbar: Im Schuljahr 2025/26 hatten zwei Familien rechtliche Schritte eingeleitet, nachdem ihren Kindern der Zugang zur gewünschten Schule verwehrt worden war. Ein Fall war erfolgreich – ein Zeichen für den wachsenden Druck auf das System.

Ab 2026 haben alle Erstklässler in Bergisch Gladbach einen gesetzlichen Anspruch auf einen OGS-Platz. Doch solange die Vergabekriterien unklar bleiben und die räumlichen Kapazitäten begrenzt sind, könnten viele Familien enttäuscht werden. Ob die Stadt die Nachfrage decken kann, hängt davon ab, ob diese Herausforderungen bis zum Beginn des nächsten Schuljahres gelöst werden.

Quelle