Fußballturnier in Bergisch Gladbach krönt Wochen gegen Rassismus mit Solidarität statt Konkurrenz
Stefanie GeißlerFußballturnier in Bergisch Gladbach krönt Wochen gegen Rassismus mit Solidarität statt Konkurrenz
Internationale Wochen gegen Rassismus 2026 enden mit Fußballturnier in Bergisch Gladbach
Unter dem Motto "100 % Menschenwürde. Vereint gegen Rassismus und Rechtsextremismus" ging in Bergisch Gladbach ein Fußballturnier über die Bühne, das den Abschluss der diesjährigen Internationalen Wochen gegen Rassismus markierte. Teams mit unterschiedlichen kulturellen und religiösen Hintergründen trafen hier aufeinander – doch im Mittelpunkt stand nicht der Wettbewerb, sondern Solidarität und gemeinsame Werte. Während der Verein IGMG Bergisch Gladbach e.V. den Sieg davontrug, blieb die Botschaft der Veranstaltung klar: Zusammenhalt statt Konkurrenz.
Das "Kick Against Racism"-Turnier bildete den Höhepunkt der Kampagne, die bundesweit von Mitte März bis Ende April stattfand. Neun Mannschaften, die ein breites Spektrum an Gemeinschaften repräsentierten, spielten im Geiste von Respekt und Zusammenarbeit – und das ohne Schiedsrichter. Stattdessen übernahmen die Spieler:innen selbst die Verantwortung für ein faires Miteinander, was die Prinzipien von Fairplay und gegenseitigem Verständnis unterstrich.
Anstelle von Pokalen erhielt jedes Team ein Banner mit der Aufschrift "Bergisch Gladbach – Kein Platz für Rassismus", das die zentrale Aussage des Events symbolisierte. Ausgerichtet wurde das Turnier vom Bündnis Bergisch Gladbach gegen Rassismus und für Vielfalt, einer 2024 gegründeten Initiative, die sich für Inklusion einsetzt. Schirmherr war Bürgermeister Marcel Kreutz, der damit das Engagement der Stadt für die Sache unterstrich.
Die Internationalen Wochen gegen Rassismus sind eine jährliche Aktion des Deutschen Instituts für Menschenrechte. Lokale Veranstaltungen – wie etwa in Mönchengladbach oder Mörfelden-Walldorf – wurden in Kooperation mit Partnern wie dem Deutschen Fußball-Bund und dem Deutschen Turner-Bund organisiert. Ziel des Bündnisses ist es, das Bewusstsein für Rassismus und Ausgrenzung zu schärfen, durch Bildung zu sensibilisieren und eine Kultur der Offenheit zu fördern.
Das Turnier zeigte exemplarisch, wie Sport Brücken bauen und den Zusammenhalt in der Gemeinschaft stärken kann. Ohne Schiedsrichter und klassische Auszeichnungen lag der Fokus auf Einheit und gemeinsamer Verantwortung. Die Kampagnenbotschaft "100 % Menschenwürde" hallte dabei weit über den Platz hinaus nach und unterstrich Bergisch Gladbachs klares Bekenntnis gegen Diskriminierung.






