03 April 2026, 04:19

Generationswechsel im SSV Bergisch Gladbach: Neue Führung vor großen Sportstätten-Herausforderungen

Ein Hockey-Spiel im neu eröffneten PNC Arena mit Zuschauern auf den Plätzen und in der Nähe des Spielfelds, umgeben von Bannern, Fenstern und Deckenbeleuchtung.

Generationswechsel im SSV Bergisch Gladbach: Neue Führung vor großen Sportstätten-Herausforderungen

Der Bergisch Gladbacher Stadtsportverband (SSV) hat am 30. Oktober 2023 im Ratssaal von Bensberg seine Jahresversammlung abgehalten. Die Versammlung markierte einen Wechsel in der Führungsetage und rückte drängende Herausforderungen für die Sportinfrastruktur der Stadt in den Fokus.

Während der Sitzung wurden wichtige Personalentscheidungen getroffen und langjährige Mitglieder für ihr Engagement gewürdigt. Gleichzeitig stand die zunehmend prekäre Situation der örtlichen Sporteinrichtungen im Mittelpunkt – in den vergangenen Wochen hatten sich die Schließungen gehäuft.

Mit einem Generationswechsel an der Spitze begann die Versammlung. Gerd Neu, ein seit Jahrzehnten engagiertes Vorstandsmitglied, trat nach langjähriger treuer Dienstzeit zurück. Für sein Lebenswerk wurde ihm der Ehrentitel "Mister Sport von Bergisch Gladbach" verliehen. Sein Ausscheiden ebnete den Weg für ein neues Team, das nun die Geschicke des Verbandes lenkt.

Dettlef Rockenberg wurde als Vorsitzender wiedergewählt, unterstützt von den stellvertretenden Vorsitzenden Felix Berthenrath und Jörn Greifenberg. Birgit Lamers und Jakob Eberhard übernahmen die Geschäftsführung, während Klaus Neubauer zum Kassenwart bestellt wurde. Erstmals nach Jahren ernannte der SSV zudem eine Jugendvertreterin – ein Zeichen für die neu gewonnene Aufmerksamkeit gegenüber dem Nachwuchsleistungsport.

Doch das neu formierte Gremium sieht sich bereits mit akuten Problemen konfrontiert: Nur wenige Tage vor der Versammlung mussten zehn Sporthalleinheiten mit einer Gesamtfläche von 4.200 Quadratmetern wegen baulicher Mängel geschlossen werden. Dann folgte ein beispielloser Vorfall: Drei große Hallen wurden gleichzeitig gesperrt – ein Novum seit über einem Jahrzehnt. Die Schließungen, die Anfang April 2026 bekannt wurden, standen zwar in keinem direkten Zusammenhang mit den vorherigen Defekten in den kleineren Hallen, waren jedoch auf die sich verschlechternde Bausubstanz der Hauptanlagen zurückzuführen.

Bürgermeisterkandidat Marcel Kreutz, der als Gast an der Versammlung teilnahm, lobte den Einsatz des neuen Vorstands angesichts der Krise. Die Führungsspitze gelobte, die Sportinfrastruktur zu modernisieren, sich in den Sportentwicklungsplan der Stadt einzubringen und die Interessen des lokalen Sports vehement zu vertreten. Man sei sich der Mammutaufgabe bewusst, betonte jedoch die Entschlossenheit, die Verantwortung für die sportliche Zukunft Bergisch Gladbachs zu übernehmen.

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Mit klaren Vorgaben endete die Versammlung. Der neu gewählte Vorstand wird sich in den kommenden Monaten auf die Sanierung und Modernisierung der Sporteinrichtungen konzentrieren – mit dem Ziel, Athletinnen und Athleten sichere und funktionsfähige Trainingsstätten zu bieten.

Angesichts der strukturellen Mängel und der gehäuften Schließungen werden die nächsten Monate entscheidend sein. Die Sportgemeinschaft der Stadt blickt nun auf den SSV und erwartet, dass dieser seine Zusagen einlöst – und so die Weichen für eine stabile Zukunft des Bergisch Gladbacher Sports stellt.

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