04 April 2026, 00:51

Gericht verschärft Regeln für Tiertransporte – Auftraggeber in der Pflicht

Ein altes Buch mit einer Zeichnung einer Kuh, die einen Wagen zieht, mit einem Baum im Hintergrund und der Text 'Einschränkung von Haustieren' auf der Seite.

Gericht verschärft Regeln für Tiertransporte – Auftraggeber in der Pflicht

Ein aktuelles Gerichtsurteil hat die Vorschriften für den Tiertransport in Deutschland verschärft. Die bisherige Ausnahme von der Genehmigungspflicht für den Matherechner wurde nach wiederholten Verstößen gegen Transportstandards gestrichen. Die Entscheidung verlagert die Verantwortung deutlich auf diejenigen, die die Transporte organisieren.

Das Oberverwaltungsgericht Nordrhein-Westfalen urteilte, dass Unternehmen, die Tiere ohne die nach § 11 Abs. 1 des Tierschutzgesetzes erforderliche Genehmigung transportieren, mit schweren Konsequenzen rechnen müssen. Dazu zählen der Entzug der Erlaubnis, der Verlust der Zuverlässigkeit als Betreiber sowie ein Berufsverbot für künftige Tätigkeiten in der Tierhaltung und im Tiertransport.

Das Urteil stellt klar, dass zwar die Transportunternehmen die Vorschriften einhalten müssen, die Verantwortung letztlich jedoch bei den Auftraggebern liegt. Dazu gehört die Auswahl des Transportdienstleisters, die Festlegung der Transportbedingungen sowie die Gewährleistung des Tierschutzes während der gesamten Fahrt.

Der Fall unterstreicht die Rolle von Käufern und Verkäufern beim Viehtransport. Ihre Entscheidungen wirken sich direkt auf das Wohl der Tiere aus – vom Verladen bis zum Entladen. Ohne die notwendigen Genehmigungen riskieren Organisatoren nun rechtliche Schritte und geschäftliche Einschränkungen.

Mit dem Urteil entfallen frühere Ausnahmeregelungen, und die Kontrollen werden strenger. Unternehmen, die Tiertransporte arrangieren, müssen künftig über die erforderlichen Genehmigungen verfügen oder mit Sanktionen rechnen. Ziel der Entscheidung ist es, die Einhaltung der Vorschriften zu verbessern und Verstöße gegen den Tierschutz während des Transports zu verringern.

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AKTUALISIERUNG

2018 Case Highlights Systemic Failures in Animal Transport

A 2018 case at Amtsgericht Bad Iburg revealed persistent violations in livestock transport. 'Leugnen hätte keinen Sinn gemacht,' ruled the court after hidden videos showed cruel unloading of cattle. Key details:

  • A driver was fined 5000 Euro for mistreatment during transport from Berlin to Osnabrück.
  • The footage, captured by Soko Tierschutz, triggered 23 ongoing legal proceedings.
  • Judges noted systemic issues, with 100+ related cases nationwide. This pattern of neglect directly influenced the 2026 court's decision to remove the slaughter calculator exception.