Großrazzia der Zollbeamten deckt illegale Beschäftigung und Lohnbetrug auf
Stefanie GeißlerGroßrazzia der Zollbeamten deckt illegale Beschäftigung und Lohnbetrug auf
Zollbeamte haben in Nordrhein-Westfalen groß angelegte Kontrollen in mehreren Kreisen durchgeführt. Im Fokus der Aktion stand die Baubranche, wo über 110 Beamte nahezu 280 Beschäftigte überprüften. Dabei wurden zahlreiche Unregelmäßigkeiten aufgedeckt, darunter illegale Beschäftigung und Verstöße gegen Lohnvorschriften.
Die Kontrollen fanden in Köln, im Rhein-Sieg-Kreis, in Leverkusen sowie im Rheinisch-Bergischen Kreis statt. In Köln wurden 123 Arbeitnehmer von 51 Arbeitgebern überprüft, im Rhein-Sieg-Kreis 39 Beschäftigte von 15 Unternehmen. In Leverkusen unterzogen die Beamten 75 Mitarbeiter von 11 Arbeitgebern einer Prüfung, im Rheinisch-Bergischen Kreis wurden 42 Beschäftigte von 11 Betrieben kontrolliert.
Im Rahmen der Aktion wurden elf Männer ohne gültige Aufenthalts- oder Arbeitserlaubnis ermittelt. Dies führte zu strafrechtlichen Ermittlungen gegen die Betroffenen sowie ihre Arbeitgeber. Zudem deckten die Behörden in fünf Fällen Sozialbetrug auf und stellten fünfmal nicht abgeführte Sozialversicherungsbeiträge fest.
Darüber hinaus besteht gegen drei Unternehmen der Verdacht, ihren Beschäftigten den gesetzlichen Mindestlohn vorenthalten zu haben. Auch hier wurden weitere rechtliche Schritte eingeleitet.
Die Kontrollen haben zahlreiche Ermittlungsverfahren zur Folge. Gegen elf Männer und ihre Arbeitgeber laufen nun Strafverfahren wegen illegaler Beschäftigung. Fünf Fälle von Sozialbetrug und fünf Fälle nicht abgeführter Sozialabgaben werden ebenfalls geprüft. Drei Unternehmen müssen mit Sanktionen wegen Verstößen gegen den Mindestlohn rechnen.
