17 June 2026, 17:25

Grüner Stahl aus Australien: PGS setzt auf Thyssenkrupp-Elektrolyseure für Milliardenvorhaben

Nucera liefert 1,4 GW-Anlage für Australiens größtes grünes Eisenprojekt

Grüner Stahl aus Australien: PGS setzt auf Thyssenkrupp-Elektrolyseure für Milliardenvorhaben

Progressive Green Solutions (PGS) hat Thyssenkrupp Nucera als bevorzugten Lieferanten für Elektrolyseure in einem großen Projekt für grüne Stahlproduktion ausgewählt. Das Vorhaben Mid-West Green Iron in Westaustralien soll die Stahlherstellung mit erneuerbaren Energien revolutionieren. Beide Unternehmen treiben nun die Pläne für eine großtechnische Elektrolyseuranlage voran.

PGS plant den Bau einer Elektrolyseuranlage mit einer Gesamtleistung von 1,4 Gigawatt. Dabei kommen die standardisierten 20-MW-scalum®-Module von Thyssenkrupp Nucera zum Einsatz. Die Anlage wird mit regionalem Ökostrom betrieben und könnte die CO₂-Emissionen im Vergleich zur herkömmlichen Stahlproduktion um bis zu 90 Prozent senken.

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Das Projekt befindet sich noch in der frühen Planungsphase und hängt von einer finalen Investitionsentscheidung ab. PGS und Thyssenkrupp Nucera arbeiten gemeinsam an der Entwicklung und streben den Abschluss eines EPF-Vertrags an. Thyssenkrupp Nucera rechnet jedoch nicht vor dem Geschäftsjahr 2026/27 mit nennenswerten finanziellen Effekten aus dem Deal.

Die Produktionsziele sind ehrgeizig: Bis 2029 will PGS jährlich sieben Millionen Tonnen grünes Eisenpellets herstellen – unter Nutzung von grünem Wasserstoff aus der Elektrolyse. Daraus sollen 2,5 Millionen Tonnen grünes Hot Briquetted Iron (HBI) entstehen. Die ersten Exporte sind für 2029 geplant, langfristig soll die Produktion auf 30 Millionen Tonnen grüne Pellets und zehn Millionen Tonnen grünes HBI pro Jahr ausgebaut werden.

Gelingt das Projekt wie vorgesehen, könnte es die Emissionen in der Stahlindustrie deutlich verringern. Thyssenkrupp Nucera bringt dabei Schlüsseltechnologie ein, doch finanzielle Vorteile für das Unternehmen liegen noch in weiter Ferne. Der Erfolg hängt von den finalen Genehmigungen und dem Ausbau der erneuerbaren Infrastruktur ab.

Quelle