Hamm verwandelt altes Kaufhof-Gebäude in lebendiges Heinemann-Quartier
Stefanie GeißlerHamm verwandelt altes Kaufhof-Gebäude in lebendiges Heinemann-Quartier
Das seit langem leer stehende ehemalige Kaufhausgebäude von Kaufhof in Hamm steht vor einer grundlegenden Umgestaltung. Mit dem neuen gemischtnutzigen Projekt „Heinemann-Quartier“ soll das seit fünf Jahren brachliegende Areal wiederbelebt werden. Lokale Unternehmen haben sich zusammengeschlossen, um aus dem Standort einen lebendigen Teil der Innenstadt zu machen.
Offiziell vorgestellt wurde das Vorhaben von Bürgermeister Marc Herter gemeinsam mit den Investoren Simon Schneider und Franz Venker, dem Architekten Volker Pahmeyer sowie dem Baudezernenten Andreas Mentz. Sie präsentierten Pläne für ein modernes Quartier auf 7.400 Quadratmetern, das den Bahnhofsviertel-Bereich Hamm neu definieren soll.
Das Heinemann-Quartier wird aus drei neuen Bauabschnitten bestehen und Platz für Büros, Arztpraxen, Wohnungen, Restaurants sowie kulturelle Einrichtungen bieten. Zudem ist eine mehrstöckige Tiefgarage mit 300 bis 400 Stellplätzen vorgesehen, sodass die gesamte Nutzfläche rund 12.900 Quadratmeter umfassen wird. Die Nachfrage nach Büro- und Praxisflächen in der Gegend ist bereits jetzt groß.
Das Design orientiert sich an den Höhen der umliegenden Gebäude und setzt auf Nachhaltigkeit: Geplant sind begrünte Dächer, eine bepflanzte Garagendecke sowie Photovoltaikanlagen. Hinter dem Projekt steht die neu gegründete Green Roof Projekt GmbH & Co. KG, ein Zusammenschluss der lokalen Unternehmen Heckmann Bauland, Wohnraum und Hugo Schneider.
Der Abriss soll im Frühjahr 2026 beginnen, wobei die Baugenehmigungen voraussichtlich bis Ende 2025 oder Anfang 2026 erteilt werden. Mit einer Fertigstellung ist realistisch erst 2029 zu rechnen. Die Gesamtinvestitionen bewegen sich im hohen zweistelligen Millionenbereich.
Das Heinemann-Quartier markiert den Wandel vom reinen Warenhaus zu einem dynamischen urbanen Zentrum. Nach der Fertigstellung wird es in Hamms Innenstadt eine Mischung aus Wohnen, Arbeiten und Freizeit bieten. Das Projekt soll Maßstäbe für nachhaltige und gemeinwohlorientierte Stadtentwicklung setzen.






