Henkel kämpft mit steigenden Kosten durch Ölpreise und Lieferkettenprobleme
Julian KlingelhöferHenkel kämpft mit steigenden Kosten durch Ölpreise und Lieferkettenprobleme
Der Konsumgüterkonzern Henkel, bekannt für Marken wie Persil und Schwarzkopf, steht unter finanziellem Druck durch steigende Kosten. Zwar verzeichnete das Unternehmen 2021 einen Umsatz von rund 20,5 Milliarden Euro, doch belasten höhere Ausgaben für Ölpreise und Lieferkettenprobleme die Bilanz. Trotz treuer Kundschaft sorgt der Ukraine-Krieg für zusätzliche Unsicherheit in der wirtschaftlichen Prognose.
Weltweit beschäftigt Henkel etwa 47.000 Mitarbeiter, davon weniger als ein Fünftel in Deutschland. Zwar ist das Unternehmen nicht direkt von den Kampfhandlungen betroffen, doch treiben die gestiegenen Ölpreise die Kosten in die Höhe. Zulieferer und Logistikpartner verlangen höhere Preise, was Material- und Transportkosten weiter ansteigen lässt.
Henkel-Chef Carsten Knobel warnte, dass ein Aufschub von Preiserhöhungen dem Geschäft schaden könnte. Stattdessen setzt das Unternehmen auf die Hervorhebung der Produktvorteile, um höhere Preise für Verbraucher zu rechtfertigen. Man hofft, dass sich der Krieg nicht bis Jahresende hinzieht und so die finanzielle Belastung etwas nachlässt.
Henkel verlässt sich weiterhin auf seine starke Markenreputation, um die steigenden Kosten zu bewältigen. Der Fokus liegt darauf, das Vertrauen der Kunden zu erhalten, während man sich an die höheren Ausgaben anpasst. Bisher sind keine größeren Veränderungen bei der globalen Beschäftigung oder Produktion außerhalb Deutschlands geplant.






