07 May 2026, 16:33

Henkel stemmt sich gegen explodierende Materialkosten – doch die Grenzen sind erreicht

Graphik zeigt Nachfragekurve für Inflation (blaue Linie) und Phillips-Kurve (rote Linie), die sich an verschiedenen Punkten auf der x- und y-Achse schneiden.

Henkel stemmt sich gegen explodierende Materialkosten – doch die Grenzen sind erreicht

Henkel kämpft mit steigenden Materialkosten, die das Unternehmen mit zusätzlichen Ausgaben von 400 bis 500 Millionen Euro belasten. Zwar hat der Konzern im Industriegeschäft bereits Preiserhöhungen durchgesetzt, doch bei den Verbraucherprodukten zeigt er sich zurückhaltend. Vorstandschef Carsten Knobel räumt ein, dass die finanzielle Belastung der Kundschaft weitere Preisanpassungen derzeit schwierig macht.

Die Materialkosten von Henkel sind im hohen einstelligen Prozentbereich gestiegen, was das Unternehmen zum Handeln zwingt. Als Reaktion wurden Lieferantenverträge neu verhandelt und in bestimmten Märkten die Preise angepasst. Im Klebstoffbereich gab es bereits im ersten Quartal Erhöhungen – ein Zeichen dafür, dass Henkel dort, wo es möglich ist, nachsteuert.

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Im Konsumentengeschäft geht der Konzern dagegen behutsamer vor. Knobel schließt Preiserhöhungen für 2026 nicht aus, betont aber, dass diese gezielt und selektiv ausfallen würden. Bei neuen Produktinnovationen könnten punktuelle Anpassungen erfolgen, doch das Unternehmen ist sich der angespannten Haushaltsbudgets bewusst. Der Vorstandschef verwies zudem auf die Unberechenbarkeit der künftigen Kostenentwicklung, die langfristige Prognosen erschwere.

Sollte der Kostendruck anhalten, könnte Henkel spätestens 2026 gezwungen sein, auch die Verbraucherpreise anzuheben. Der Konzern balanciert zwischen wirtschaftlichen Notwendigkeiten und dem Ziel, Produkte bezahlbar zu halten. Bis dahin konzentrieren sich die Anpassungen vor allem auf Innovationen und das Industriegeschäft.

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