20 April 2026, 20:23

Hitlers Mercedes 770 kommt unter den Hammer – ein Stück düsterer Geschichte

Vintage Mercedes-Benz-Werbung aus den 1930er Jahren mit einem Plakat, das ein Auto, zwei Personen im Inneren und ein Geb├Ąude im Hintergrund zeigt, begleitet von beschreibendem Text.

Hitlers Mercedes 770 kommt unter den Hammer – ein Stück düsterer Geschichte

Ein seltener Mercedes-Benz 770, der einst Adolf Hitler gehörte, kommt unter den Hammer. Das Fahrzeug, das zwischen 1939 und 1943 bei NS-Paraden eingesetzt wurde, befindet sich nach Jahrzehnten in den USA fast noch im Originalzustand. Experten erwarten nun Gebote im Millionenbereich.

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Bei diesem Modell handelt es sich um einen 1939er Mercedes-Benz 770 (W 150), der speziell für Hitler angefertigt wurde. Zu den Sonderanfertigungen zählten eine verstärkte Windschutzscheibe und gepanzerte Seitenteile. Unter der Haube verbarg sich ein 7,7-Liter-Reihenkraftstoffmotor mit acht Zylindern und 230 PS – von diesem Typ wurden nur 88 Exemplare gebaut.

Hitler nutzte das Auto häufig bei prominenten Anlässen. 1940 fuhr er damit durch München, während Benito Mussolini neben ihm Platz nahm. Noch im selben Jahr war der Wagen bei der Siegparade in Berlin nach der Kapitulation Frankreichs zu sehen.

Nach dem Zweiten Weltkrieg beschlagnahmten die Alliierten den Mercedes und brachten ihn in die USA. Dort wurde er akribisch konserviert. Bis Anfang 2018 stieg sein Wert rasant an – Schätzungen beliefen sich auf sieben bis neun Millionen US-Dollar. Ein Gebot über sieben Millionen wurde sogar als zu niedrig abgelehnt, was darauf hindeutet, dass der endgültige Auktionspreis noch deutlich höher ausfallen könnte.

Ursprünglich kostete die viertürige Version 44.000 Reichsmark (heute etwa 182.000 Euro), während die Siebensitzer-Variante für 47.500 Reichsmark (inflationsbereinigt rund 196.000 Euro) verkauft wurde.

Die Versteigerung wird eines der berüchtigtsten Paradefahrzeuge der Geschichte wieder in den Fokus rücken. Das Auktionshaus Worldwide Auctioneers leitet den Verkauf und erwartet, dass der Endpreis dessen Seltenheit und düstere historische Bedeutung widerspiegeln wird. Die Reise des Fahrzeugs – von Nazi-Deutschland bis zur Bewahrung in den USA – verleiht ihm eine umstrittene, aber faszinierende Aura.

Quelle