Kampf ums Überleben: Wie ein Harzer Gasthaus gegen Gäste-Schwund ankämpft
Traude SchleichKampf ums Überleben: Wie ein Harzer Gasthaus gegen Gäste-Schwund ankämpft
Ein kleines Gasthaus im Harz kämpft ums Überleben
Das Waldcafé Forellenteich in Braunlage verzeichnet seit Jahren rückläufige Besucherzahlen – für die Besitzer Jan und Petra wird es immer schwieriger, die Türen offen zu halten. Das Paar übernahm den Betrieb 2017, doch ihre Bemühungen, das Lokal wiederzubeleben, stoßen auf unerwartete Hindernisse.
Vor sieben Jahren kauften Jan und Petra die Gaststätte und zogen ein. Während Jan bereits Erfahrung in der Führung des Restaurants hatte – gemeinsam mit seiner geschiedenen Frau, die bei Stammgästen sehr beliebt war – sorgt Petras Art mitunter für Reibungen mit den Gästen. Unter Druck gibt sie offen zu, direkt und manchmal schroff zu sein – eine Haltung, die manche Besucher abschreckt.
Bei einem Testbesuch stellte Sternekoch Frank Rosin wenig Wärme zwischen Petra und den Gästen fest. Ihr steifes Auftreten trug zu einer unwirtlichen Atmosphäre bei, auch wenn sie sich in einem zweiten Anlauf besserte und die Gäste entspannter wirken ließ. Rosin erkannte den Fortschritt an, gab dem Paar aber eine Woche Bedenkzeit, um grundlegendere Probleme zu reflektieren.
Um die Wende zu schaffen, wollen Jan und Petra die Öffnungszeiten ausweiten und mehr Veranstaltungen anbieten. Ihr Ziel: den Umsatz steigern und verlorene Gäste zurückgewinnen. Doch der Weg bleibt steinig – deutlich wurde das, als Petra nach Kritik weinend vor den Kameras floh und die Belastung der Situation offenbart wurde.
Die Zukunft des Gasthauses hängt nun davon ab, ob die Änderungen greifen. Petras angepasstes Auftreten und die geplanten Events könnten mehr Besucher anlocken. Ohne ältere Vergleichsdaten bleibt jedoch unklar, wie tief der Niedergang wirklich reicht – und wie lang der Weg zur Erholung sein wird.






