16 March 2026, 16:23

Katholische Kirche in NRW verliert Mitglieder – doch Köln meldet Hoffnungsschimmer

Ein altes Dokument mit einer Zeichnung der St. Erasmus Kirche umgeben von Bäumen und Himmel, unterzeichnet von der deutschen Regierung.

Kirchenaustritte in NRW legen leicht zurück - Katholische Kirche in NRW verliert Mitglieder – doch Köln meldet Hoffnungsschimmer

Die katholische Kirche in Nordrhein-Westfalen verzeichnete im vergangenen Jahr einen leichten Rückgang der Mitgliederzahlen – von 5,8 Millionen auf 5,6 Millionen. Dennoch gab das Erzbistum Köln einige ermutigende Signale bekannt, darunter einen Anstieg der Messbesucherzahlen und der Erwachsenentaufen.

2025 sank die Zahl der Katholiken in Nordrhein-Westfalen um etwa 200.000. Der Rückgang ergab sich, weil die Zahl der Verstorbenen und Austritte die Neuaufnahmen und Taufen überstieg. Allerdings verließen weniger Menschen formal die Kirche als im Vorjahr: 84.440 im Jahr 2025, gegenüber 86.946 im Jahr 2024.

Das Erzbistum Köln verzeichnete einen kleinen, aber bemerkenswerten Anstieg der Besucherzahlen bei den sonntäglichen Messen. Die wöchentlichen Zahlen stiegen von 90.694 im Jahr 2024 auf 94.638 im Jahr 2025, wobei die Gesamtbeteiligung mit nur sechs Prozent der registrierten Katholiken weiterhin niedrig blieb. Auch die Erwachsenentaufen nahmen zu: 315 wurden 2025 gezählt, gegenüber 199 im Vorjahr.

Generalvikar Guido Assmann begrüßte diese Entwicklungen als positive Schritte. Doch nicht alle Beobachter teilten seinen Optimismus. Der Kirchenrechtler Thomas Schüller bezeichnete die Verbesserungen als oberflächlich und warnte, dass ein tieferes Misstrauen gegenüber der Kirche weiterhin bestehe.

Während das Erzbistum Köln also einen leichten Anstieg bei den Messbesuchen und Erwachsenentaufen verzeichnete, schrumpfte die Gesamtzahl der Mitglieder in Nordrhein-Westfalen weiter. Die Zahl der formalen Austritte ging zwar leicht zurück, doch die Kirche steht weiterhin vor der Herausforderung, ihre Gläubigen zu halten und zu begeistern.

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