Leverkusens Trainingszentrum in Monheim: Warum der Traumplatz zum Polit-Poker wird
Stefanie GeißlerLeverkusens Trainingszentrum in Monheim: Warum der Traumplatz zum Polit-Poker wird
Bayer 04 Leverkusen sucht seit zehn Jahren nach einem Standort für ein neues Hochleistungs-Trainingszentrum – nun steht der Verein vor einer entscheidenden Phase, denn der favorisierte Standort in Monheim am Rhein stößt weiterhin auf Widerstand lokaler Politiker.
Nach der Prüfung von 70 möglichen Standorten hatte sich der Club für Monheim am Rhein als Standort für den geplanten Campus entschieden. Das Projekt umfasst zehn Fußballplätze, Rad- und Joggingstrecken sowie die Schaffung von 150 neuen Arbeitsplätzen. Doch die lokale Koalition aus CDU, SPD, Grünen und FDP blockiert die Pläne seit Langem mit Verweis auf Klimaschutz- und Umweltbedenken.
Der Verein hat das Vorhaben bereits mehrfach verkleinert, um den Widerständen entgegenzukommen. Sportdirektor Simon Rolfes betont, dass der Campus für die zukünftige Wettbewerbsfähigkeit des Clubs unverzichtbar sei. Er warnte vor schweren Folgen, sollte das Projekt scheitern.
Gleichzeitig sind die aktuellen Trainingsanlagen in der BayArena durch den geplanten Ausbau einer Autobahn gefährdet. Dies unterstreicht die Dringlichkeit moderner Infrastruktur. Bayer-AG-Chef Bill Anderson bestätigte, dass das Unternehmen die Entwicklungen in Monheim genau verfolge.
Der Campus in Monheim bleibt ein zentraler Baustein für Leverkusens langfristige Strategie. Ohne ihn droht der Verein in Sachen Infrastruktur und Nachwuchsförderung den Anschluss zu verlieren. Die politische Blockade verzögert weiterhin eine Entscheidung über die Zukunft des Projekts.
