05 June 2026, 13:00

LVM-Versicherung setzte Homeoffice schon 1995 durch – aus Platznot

Homeoffice bei LVM 'ein alter Hut'

LVM-Versicherung setzte Homeoffice schon 1995 durch – aus Platznot

LVM-Versicherung führte Homeoffice lange vor dem Mainstream ein

Was heute selbstverständlich ist, begann bei der LVM-Versicherung bereits 1995 als Pilotprojekt – aus der Not heraus. Damals sollte das Modell Raumengpässe am Standort Kolde-Ring entschärfen. Aus dem kleinen Versuch entwickelte sich im Laufe der Zeit ein etabliertes System, das nicht nur Kosten spart, sondern Mitarbeitenden auch mehr Flexibilität bietet.

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In der Testphase starteten 35 Beschäftigte mit einer Aufteilung zwischen Homeoffice und Büro. Technische Hürden, vor allem bei den Telefonverbindungen, machten die Umsetzung zunächst schwierig. Doch das hauseigene LVM-Agentursystem, das Mitte der 1990er Jahre entwickelt worden war, ermöglichte einen sicheren Fernzugriff auf Daten und löste so ein zentrales Problem.

Anfangs stieß das Konzept auf Skepsis. Doch noch bevor die Pilotphase endete, zeigten über 100 Mitarbeitende Interesse. Das Modell bewährte sich schnell: Es senkte die Ausgaben für Flächen, Energie und Betriebskosten spürbar.

Für manche war die Umstellung ein Lebenswandel. Doris Kemper-Lüfkens, Leiterin der Marktforschung, konnte ihren Job behalten, nachdem sie von Münster nach Stadtlohn gezogen war. Heute nutzen mehr als 2.500 Beschäftigte flexible Arbeitsmodelle – von 60 Prozent Homeoffice bis zur vollständigen Präsenz am Campus. Zudem erlaubt das Unternehmen bis zu zwei Wochen mobiles Arbeiten pro Jahr, selbst aus dem Ausland.

Die frühe Weichenstellung der LVM hat sich ausgezahlt: Die Belegschaft profitiert von mehr Freiheit, das Unternehmen von geringeren Fixkosten. Was einst ein Experiment war, trägt heute tausende Mitarbeitende in unterschiedlichen Arbeitsformen. Der Erfolg zeigt, wie zukunftsweisende Konzepte sowohl betriebliche als auch private Bedürfnisse vereinen können.

Quelle