17 March 2026, 06:21

Mönchengladbach trotzt dem Insolvenz-Trend mit klarem Rückgang der Pleiten

Eine Liniendiagramm, das die Anzahl der von COVID-19 betroffenen US-Geschäfte zeigt, unterteilt nach Branche und Erholungsstatus, mit Text, der die wirtschaftliche Erholung angibt.

Mönchengladbach trotzt dem Insolvenz-Trend mit klarem Rückgang der Pleiten

Mönchengladbach verzeichnet deutlichen Rückgang bei Insolvenzen – während der Rest Deutschlands mit wachsenden Finanzsorgen kämpft

In Mönchengladbach ist die Zahl der Insolvenzfälle spürbar gesunken, während weite Teile Deutschlands mit steigenden wirtschaftlichen Problemen konfrontiert sind. Sowohl Unternehmens- als auch Verbraucherinsolvenzen gingen in der Stadt 2024 zurück und heben sie damit von den umliegenden Regionen ab. Der Rückgang fällt mit einer Stärkung der wirtschaftlichen Position der Stadt durch Diversifizierung und neue Projekte zusammen.

Laut offiziellen Zahlen sanken die Insolvenzverfahren in Mönchengladbach insgesamt um 7,5 Prozent. Unternehmensinsolvenzen verringerten sich um 8,0 Prozent, Verbraucherinsolvenzen sogar um 9,0 Prozent. Dies steht in krassem Gegensatz zum Bundestrend, wo die Unternehmenspleiten um 8 bis 10 Prozent stiegen und Nordrhein-Westfalen einen Anstieg von 23,4 Prozent verzeichnete.

Anders als benachbarte Städte, in denen die Insolvenzzahlen um 6 bis fast 19 Prozent zunahmen, bleibt Mönchengladbach die einzige Großstadt im Regierungsbezirk Düsseldorf mit einem Rückgang. Experten führen diese Widerstandsfähigkeit auf die wirtschaftliche Diversifizierung der Stadt zurück, die sich nicht mehr allein auf ihre historische Textilindustrie stützt. Wichtige Branchen sind heute Logistik, Maschinenbau, Gesundheitswesen und moderne Dienstleistungen.

Die Stadt investiert zudem in zukünftiges Wachstum. Projekte wie der Wissen- und Innovationscampus, die Textilfabrik 7.0 und ein neuer Gewerbepark am Flughafen sollen den positiven Trend festigen. Die Hochschule Niederrhein und der lokale Mittelstand sorgen außerdem für einen stetigen Nachschub an Fachkräften. Der kommunale Gewerbesteuerhebesatz liegt seit 2016 stabil bei 490 Prozent und trägt so zur wirtschaftlichen Stabilität bei.

Im IW-Dynamikranking 2024 belegte Mönchengladbach Platz 27 von 401 deutschen Regionen in puncto Wirtschaftsentwicklung. Die Platzierung spiegelt die anhaltenden Bemühungen wider, die industrielle Basis zu modernisieren und auszubauen.

Die sinkenden Insolvenzzahlen in Mönchengladbach unterstreichen die wirtschaftliche Stärke der Stadt angesichts übergeordneter Herausforderungen. Durch den Fokus auf Diversifizierung, Bildung und Infrastrukturprojekte hat sie sich besser entwickelt als der regionale und nationale Durchschnitt. Mit weiteren Investitionen scheint ihre Position als stabiler und wachsender Wirtschaftsstandort vorerst gesichert.

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