Neue Studie enthüllt Fluchtgeschichten jüdischer Duisburger:innen nach 1933
Stefanie GeißlerNeue Studie enthüllt Fluchtgeschichten jüdischer Duisburger:innen nach 1933
Neue Studie zu Flucht und Auswanderung jüdischer Bewohner:innen Duisburgs wird am 13. November 2022 vorgestellt
Am 13. November 2022 wird eine neue Studie zur Flucht und Auswanderung jüdischer Bürger:innen aus Duisburg präsentiert. Johanna Ritzels Forschung untersucht die Entscheidungen zwischen Bleiben und Gehen – ein zentrales Thema der Migrationsgeschichte. Die Veranstaltung ist öffentlich und kann ohne Eintrittsgeld oder Anmeldung besucht werden.
Ritzels Masterarbeit stellt die erste systematische Dokumentation zu diesem Thema seit 1986 dar. Ihre Arbeit zeichnet die Erlebnisse jüdischer Männer und Frauen aus Duisburg nach und fragt, wann und warum sie flohen oder auswanderten. Im Rahmen des Vortrags werden auch individuelle Biografien vorgestellt.
Die Veranstaltung beginnt um 18:15 Uhr in der DenkStätte im Duisburger Stadtarchiv. Die Teilnehmerzahl ist auf 60 Personen begrenzt, eine Voranmeldung ist jedoch nicht erforderlich. Thematisiert werden unter anderem die Zeitpunkte der großen Auswanderungswellen und das Ausmaß der Vertreibung.
Migration und Vertreibung sind bis heute globale Herausforderungen. Ritzels Erkenntnisse tragen zu einem besseren Verständnis von Zwangsmigration und ihren langfristigen Folgen für Gemeinschaften bei.
Der Vortrag wirft einen detaillierten Blick auf ein bisher wenig beachtetes Kapitel der Duisburger Geschichte. Der Eintritt ist frei, und die Veranstaltung bietet die Gelegenheit, mehr über die Entscheidungen jüdischer Bewohner:innen in Zeiten des Umbruchs zu erfahren. Zudem wird aufgezeigt, wie historische Muster mit aktuellen Debatten über Migration verknüpft sind.






