NRW-Bahnen stabilisieren Betrieb: Deutlich weniger spontane Zugausfälle 2023
Julian KlingelhöferNRW-Bahnen stabilisieren Betrieb: Deutlich weniger spontane Zugausfälle 2023
Bahnbetreiber in Nordrhein-Westfalen haben kurzfristige Zugausfälle in den ersten Monaten 2023 deutlich reduziert. Dies folgt auf eine Phase mit massiven Störungen, die durch Personalmangel verursacht wurden. Die Verbesserung ist auf Anpassungen der Fahrpläne durch die Behörden zurückzuführen, um die Zuverlässigkeit zu erhöhen.
Die Verkehrsbehörden in NRW reduzierten das geplante Angebot auf mehreren Strecken, um den Betrieb zu stabilisieren. Zwar fuhren dadurch insgesamt etwa 4 % weniger Züge, doch wurden die Ausfälle für die Fahrgäste besser planbar.
Auf einigen Linien gab es deutliche Fortschritte: Die Ostwestfalen-Bahn (RB 72) verzeichnete einen Rückgang der kurzfristigen Ausfälle um 82 %. Die Rhein-Wupper-Bahn (RB 48) meldete zwischen Januar und März 2023 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum einen Rückgang um 72 %. Auch der Rhein-Münsterland-Express (RE 7) konnte die Ausfälle im selben Zeitraum um 71 % senken.
Trotz der Fortschritte bleiben Herausforderungen bestehen. Der Mangel an Lokomotivführern ist noch nicht behoben. Die Behörden streben an, bis 2026 wieder 100 % des ursprünglichen Fahrplans anzubieten. Bis zur Fahrplanumstellung im Dezember 2025 soll auf möglichst vielen Strecken der volle Betrieb wiederhergestellt werden.
Die Maßnahmen haben bereits zu weniger unerwarteten Ausfällen auf wichtigen Strecken geführt. Fahrgäste müssen seltener mit spontanen Störungen rechnen, auch wenn einige Verbindungen weiterhin eingeschränkt bleiben. Die vollständige Wiederherstellung der Fahrpläne hängt jedoch davon ab, die anhaltenden Personalprobleme zu lösen.
