NRW-Bibliotheken werden zu lebendigen Begegnungsstätten mit digitalen Angeboten
Traude SchleichNRW-Bibliotheken werden zu lebendigen Begegnungsstätten mit digitalen Angeboten
Öffentliche Bibliotheken in Nordrhein-Westfalen werden zu lebendigen Begegnungsstätten
Bibliotheken in Nordrhein-Westfalen (NRW) entwickeln sich zunehmend zu pulsierenden Zentren des Gemeinschaftslebens. Neben Büchern bieten sie mittlerweile digitale Medien, Spielkonsolen und sogar 3D-Drucker an. Zum diesjährigen Tag der Bibliotheken präsentieren viele Häuser mit Sonderveranstaltungen ihre erweiterte Rolle in Bildung und sozialem Austausch.
Allein 2023 zählte NRW über 1.700 Bibliotheken – fast ein Fünftel des deutschen Gesamtbestands. Die Einrichtungen verzeichneten mehr als 22,3 Millionen Besuche, was durchschnittlich 1,2 Besuche pro Einwohner entspricht. Längst beschränken sie sich nicht mehr auf die klassische Ausleihe: Kurse zur Erkennung von Falschmeldungen, zum Umgang mit Cybermobbing oder zur Vermittlung von Programmierkenntnissen ergänzen das Angebot.
Fachleute wie Prof. Friedrich Schönweiss bezeichnen Bibliotheken als dynamische Lern-, Kreativ- und Begegnungsorte. Heike Pflugner, Vorsitzende des Bibliotheksverbands NRW, sieht in ihnen den "dritten Ort" – einen sozialen Anker jenseits von Zuhause und Arbeitsplatz. Schönweiss betont zudem, dass Bibliotheken ihre Funktion als Förderer von Sprache, Kultur und öffentlichem Diskurs weiter ausbauen sollten.
Aktuell haben die meisten Bibliotheken in NRW nur unter der Woche geöffnet. Kulturstaatsminister Wolfram Weimer setzt sich nun für erweiterte Öffnungszeiten ein – inklusive Sonntags- und Feiertagsbetrieb. Der Vorstoß unterstreicht die wachsende Bedeutung der Bibliotheken im modernen Alltag. Mit Millionen von Besuchen jährlich sind sie unverzichtbare Räume für Bildung, Technologie und Gemeinschaft. Gelingt die Initiative, könnten Bürger bald noch flexibler von diesen Angeboten profitieren.






