04 April 2026, 08:20

NRW plant sieben Gaskraftwerke bis 2030 für den Kohleausstieg

Liniendiagramm, das die erneuerbare Stromerzeugung nach Kraftstoffart von 2000 bis 2040 zeigt, mit begleitendem erklärendem Text.

NRW plant sieben Gaskraftwerke bis 2030 für den Kohleausstieg

Nordrhein-Westfalen treibt den Bau von sieben neuen Gaskraftwerken bis 2030 voran. Die Anlagen sollen die letzten Kohlekraftwerke des Landes ersetzen, deren Abschaltung für den 1. April 2030 geplant ist. Energieunternehmen wie Uniper, RWE und Steag Iquoni haben bereits Standorte und Kapazitäten für die Projekte festgelegt.

Ursprünglich hatte das Land erwartet, noch in diesem Jahr Ausschreibungen für die Gaskraftwerke zu starten, mit Baubeginn kurz darauf. Verzögerungen bei der Finalisierung der bundesweiten Kraftwerksstrategie weckten jedoch Bedenken, ob der Zeitplan für den Kohleausstieg eingehalten werden kann. Nun müssen die Beschlüsse des Koalitionsausschusses zügig in Gesetzesform gegossen werden.

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Sieben Standorte wurden bereits identifiziert oder befinden sich in Prüfung, darunter Trockel in Duisburg (450 Megawatt, Uniper), Hamm (850 Megawatt, Steag) und Niederaußem (800 Megawatt, RWE). Weitere mögliche Standorte sind Voerde, Marl, Lingen und Grevenbroich. Zusammen würden die Kraftwerke eine Leistung von mindestens acht Gigawatt bereitstellen, wobei fünf Gigawatt allein auf Nordrhein-Westfalen entfallen.

Bevor der Bau beginnen kann, muss die Wettbewerbsbehörde der EU-Kommission in Brüssel die geförderten Projekte genehmigen. Ministerpräsident Hendrik Wüst begrüßte die jüngste Einigung der Bundesregierung zu Industrie-Strompreisen und der Kraftwerksstrategie. Die Ausschreibungen für die neuen Anlagen werden nun für nächstes Jahr erwartet.

Die Gaskraftwerke sollen einen reibungslosen Übergang vom Kohleausstieg bis 2030 gewährleisten. Die Unternehmen zeigen sich zuversichtlich, den Zeitplan einzuhalten – vorausgesetzt, die rechtlichen Schritte und die EU-Genehmigung verlaufen ohne weitere Verzögerungen. Die Projekte markieren eine entscheidende Wende in der Energieversorgung des Landes und sind Teil der deutschen Energiewende.

Quelle