24 March 2026, 06:26

Petrit Halilaj gewinnt Nasher-Preis 2027 als jüngster Preisträger aller Zeiten

Ein großer Raum mit zahlreichen paintings an den Wänden, mit zwei Personen, einer Couch, einem Tisch mit Gegenständen und einer Tafel, die "Karel du Jardin Ausstellung in der Nationalgalerie" trägt, unter Deckenbeleuchtung.

Petrit Halilaj gewinnt Nasher-Preis 2027 als jüngster Preisträger aller Zeiten

Der kosovarische Künstler Petrit Halilaj hat den Nasher-Preis 2027 gewonnen und ist mit 39 Jahren der jüngste Preisträger in der Geschichte der Auszeichnung. Der alle zwei Jahre verliehene Preis, der seit 2023 vergeben wird, würdigt seine kraftvollen Werke, in denen Kindheitserinnerungen mit den harten Realitäten des Krieges verschmelzen.

Halilaj wuchs während des Kosovo-Konflikts der 1990er-Jahre auf – eine Erfahrung, die sein künstlerisches Schaffen tief prägt. Als er erst 13 Jahre alt war, wurde das Haus seiner Familie von serbischen Truppen zerstört, ein Trauma, das später zum Mittelpunkt seines künstlerischen Schaffens wurde.

In seinen Werken setzt Halilaj oft die Unschuld der Jugend in Kontrast zur Brutalität des Krieges. Eines seiner bekanntesten Projekte umfasste Bronzeskulpturen, die auf Kritzeleien basierten, die er auf Schultischen im Balkan gefunden hatte. Diese Arbeiten wurden später im Metropolitan Museum of Art in New York ausgestellt.

2014 gründete er gemeinsam mit seiner Schwester die Hajde! Foundation, um die Kunstszene im Kosovo zu fördern. Die Organisation hat seitdem kulturelle Räume wiederbelebt, darunter das Haus der Kultur in seiner Heimatstadt, das 2027 wiedereröffnet werden soll. Halilaj plant, das Preisgeld in Höhe von 100.000 US-Dollar für die weitere Arbeit der Stiftung einzusetzen.

Seine jüngsten internationalen Ausstellungen fanden weltweit Beachtung. Zwischen 2023 und 2026 präsentierte er im australischen MONA die Ausstellung "Gift oder Gegengift", in der vogelinspirierte Skulpturen das Thema Trauma erkundeten. Eine Einzelausstellung im Mori Art Museum in Tokio nutzte immersive Installationen, um sich mit der Geschichte des Kosovo auseinanderzusetzen. Die Schau "Abetare" in der Sharjah Art Foundation verwebte Motive des albanischen Alphabets mit Fragen der Identität und erhielt Lob in Publikationen wie Artforum und Frieze.

Trotz Rückschlägen – wie einem Brand, der kurz vor der Premiere seiner Oper "Syrigana" im Kosovo Bühnenrequisiten zerstörte – findet Halilajs Werk weiterhin Anklang. Auch seine frühen Kriegszeichnungen, die im Tate St Ives ausgestellt wurden, zeigen, wie prägend seine Kindheitserfahrungen für sein künstlerisches Schaffen bleiben.

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Der Nasher-Preis unterstreicht Halilajs Fähigkeit, persönliches und kollektives Trauma in beeindruckende Kunst zu verwandeln. Seine anstehenden Projekte, darunter die Wiedereröffnung des Hauses der Kultur, werden seinen Einfluss auf die kulturelle Landschaft des Kosovo weiter festigen. Zudem bietet die Auszeichnung wichtige finanzielle Unterstützung für die laufende Arbeit der Hajde! Foundation in der Region.

Quelle