23 April 2026, 12:24

Polizist löst Shitstorm aus: Sollten Frauen auf Männer verzichten?

Ein Logo für das "Büro für Gewalt gegen Frauen" mit einer vielfältigen Gruppe von Menschen, die in einem Kreis mit verschränkten Armen stehen, vor einem leuchtend gelben Sonnenuntergang, alles in markanter schwarzer Schrift.

Polizist löst Shitstorm aus: Sollten Frauen auf Männer verzichten?

Ein hoher Polizeibeamter hat eine hitzige Debatte ausgelöst, nachdem er Frauen geraten hatte, auf Beziehungen mit Männern zu verzichten. Dirk Peglow, Vorsitzender der Gewerkschaft der Kriminalbeamten (GdP), äußerte die umstrittene Aussage während eines Auftritts im heute journal. Seine Worte verbreiteten sich rasant im Netz und lösten sowohl scharfe Kritik als auch Zustimmung von feministischen Autorinnen aus.

Die Stellungnahme, in der er auf Statistiken zu Gewalt in heterosexuellen Beziehungen Bezug nahm, führte zu Vorwürfen wie "Männerhass" und "Gesellschaftsspaltung".

Peglows Äußerungen wurden im heute journal gesendet, wo er Frauen vor dem erhöhten Risiko psychischer oder körperlicher Schädigung in Beziehungen mit Männern warnte. Die Moderatorin Dunja Hayali reagierte mit Lachen, bevor sie das Thema wechselte. Innerhalb weniger Stunden ging ein Ausschnitt des Gesprächs viral und entfachte hitzige Diskussionen in den sozialen Medien.

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Kritiker warfen Peglow "Gehirnwäsche" und die Verbreitung von Männerfeindlichkeit vor. Andere wiesen seine Warnung als ungerechtfertigte Verallgemeinerung zurück. Auf Nachfrage der Bild-Zeitung präzisierte er, dass er nicht alle Männer verurteile oder jede Beziehung ablehne. Stattdessen verwies er auf Daten, die ein höheres Gewaltrisiko in Partnerschaften mit Männern belegen.

Feministische Autorinnen wie Emilia Roig, Beatrice Frasl und Pauline Harmange thematisieren seit Langem ähnliche Bedenken. Studien zeigen, dass Frauen in heterosexuellen Beziehungen häufiger gesundheitliche Risiken, finanzielle Belastungen und Stress ausgesetzt sind. Zudem belegen Erhebungen, dass viele Männer Hausarbeit, emotionale Fürsorge und Kinderbetreuung ihren Partnerinnen überlassen.

Peglows Unterstützer argumentieren, dass diejenigen, die die Statistiken ablehnen, Teil des Problems seien. Seine Kritiker hingegen bestehen darauf, dass seine Aussagen Männer pauschal als gefährlich darstellen.

Die Kontroverse hält Peglows Aussage weiterhin im Rampenlicht, wobei die Diskussion nun um die Abwägung zwischen statistischen Risiken und individuellen Beziehungen kreist. Feministische Stimmen verweisen weiterhin auf Studien, die seine Behauptungen stützen, während Gegner sich gegen pauschale Verallgemeinerungen aussprechen. Die Debatte zeigt keine Anzeichen einer Beruhigung.

Quelle