25 June 2026, 08:13

Pressevertrieb steht vor radikaler Umstrukturierung durch FFF-Bündnis und PGA

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Pressevertrieb steht vor radikaler Umstrukturierung durch FFF-Bündnis und PGA

Das FFF-Bündnis hat Pläne zur grundlegenden Reform des deutschen Pressevertriebssystems bekannt gegeben. Bis Ende 2026 sollen 13 regionale Großhändler durch einen zentralen Großhändler, die Presse-Grosso-Allianz (PGA), ersetzt werden. Der Schritt hat rechtliche Gegenwehr der bestehenden Großhändler ausgelöst, die um die Vielfalt der Medienlandschaft fürchten.

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Das Landgericht Dortmund entschied kürzlich zugunsten des FFF-Bündnisses und wies Eilanträge der Großhändler PDG und Lütkemeyer ab. Diese hatten versucht, die Kündigung von Vertriebsverträgen durch Verlage zu stoppen, mit der Begründung, das neue Modell gefährde die diskriminierungsfreie Presseverteilung. Nach dem Urteil bekräftigte das Bündnis seinen Kurs für die Umstrukturierung.

Laut Plan des FFF-Bündnisses werden die meisten Großhändler künftig nur noch als Logistikdienstleister fungieren. Lediglich vier Unternehmen bleiben als sogenannte „Systempartner“ erhalten. Der Bundesverband Presse-Grosso kritisierte das Vorgehen der Verlage scharf und sprach von einer „bewussten und abgestimmten Zerstörung“ eines unabhängigen Wirtschaftssektors. Bis Sommer 2023 will der Verband die Reform juristisch verhindern.

Das Bundeskartellamt erklärte unterdessen, vorerst keine Schritte gegen die Initiative zu unternehmen, nachdem die Verlage ihre Pläne angepasst hätten. Allerdings laufen noch Verfahren gegen die Großhändler Jost, Mietke, PGSW und Grossounion Nord. Der Start des neuen PGA-Systems ist für 2027 vorgesehen.

Mit der Umstrukturierung des FFF-Bündnisses wird der Pressevertrieb bis 2027 unter der PGA zentralisiert. Die bestehenden Großhändler lehnen die Änderungen weiterhin ab und verweisen auf Risiken für die Medienvielfalt und wirtschaftliche Unabhängigkeit. Mit dem Fortschreiten der Reform sind weitere juristische Auseinandersetzungen zu erwarten.

Quelle