Remscheid will Poser-Szene mit Versammlungsverbot und Bußgeldern stoppen
Traude SchleichRemscheid will Poser-Szene mit Versammlungsverbot und Bußgeldern stoppen
Remscheid unternimmt neue Schritte gegen nächtliche Rücksichtslosigkeit durch die sogenannte Poser-Szene
Der Stadtrat von Remscheid will am kommenden Donnerstag, den 2. Oktober 2025, über einen neuen Vorstoß abstimmen, um die anhaltenden nächtlichen Störungen durch die sogenannte Poser-Szene einzudämmen. Ein ähnlicher Versuch war vor drei Jahren gescheitert. Anwohner im Stadtteil Lennep hatten wiederholt über laute Treffen von bis zu 40 getunten Autos auf öffentlichen Parkplätzen in den späten Abendstunden geklagt.
Der aktuelle Plan sieht ein „Versammlungsverbot“ für öffentliche Parkplätze vor, um zu verhindern, dass sich größere Gruppen dort zusammenfinden. Bei Verstößen gegen das Verbot drohen Bußgelder von bis zu 1.000 Euro. Auch Besitzer privater Parkplätze sollen eine direkte Leitungsverbindung zur Polizei erhalten, um eigene Platzverbote besser durchsetzen zu können.
Stadträtin Barbara Reul-Nocke skizzierte weitere Maßnahmen zur Bekämpfung des Problems. Dazu gehören die Installation von Bodenschwellen und „Schlafpolizisten“ auf Straßen, die häufig von Posern genutzt werden. Ziel ist es, Lärm und Belästigungen für die Anwohner zu verringern, die seit Langem über die nächtlichen Treffen klagen.
Es handelt sich um den zweiten Anlauf der Stadt, gegen die Szene vorzugehen. Ein früherer Vorschlag war 2022 abgelehnt worden, sodass das Problem bis heute ungelöst blieb.
Die Entscheidung des Rates am Donnerstag wird darüber entscheiden, ob die neuen Beschränkungen in Kraft treten. Bei einer Zustimmung erhalten Behörden und Privateigentümer mehr Befugnisse, um Ansammlungen aufzulösen und Strafen zu verhängen. Das Ergebnis wird maßgeblich beeinflussen, wie sich die Poser-Szene in Remscheid künftig präsentieren kann.






